Eklat um arabisches Knessetmitglied

Donnerstag, 27. Dezember 2012 |  nai news

Nach einer Diskussion eines Gremiums von neun Richtern im Obersten Gerichtshof um die Disqualifikation des arabischen Knessetmitglieds Hanin Zoabi ist es unter Zuhörern, darunter weitere Knessetmitglieder, zu einem heftigen Streit gekommen, der von Sicherheitsleuten aufgelöst werden musste. Nach der Anhörung gerieten insbesondere rechtsgerichtete und arabische Politiker dermaßen aneinander, dass Zoabi und einige ihrer Genossen zur Sicherheit in einen Gerichtssaal gebracht werden mussten.

Zoabi hat gegen ihren Ausschluss von der Teilnahme an den kommenden Wahlen Einspruch eingelegt. Der Ausschluss war kürzlich von Likudmitglied Ofir Akunis beantragt und von der Knesset abgesegnet worden. Akunis argumentierte, Zoabi sei gegen eine Existenz Israels als jüdischer demokratischer Staat weil sie den bewaffneten Widerstand gegen Israel fördere, indem sie Terroristen und terroristischen Gruppen moralisch und anderweitig unterstütze. Zoabi weist dies zurück.

Besonders umstritten ist ihre Teilnahme an der Flotilla am Gazastreifen im Jahr 2009. In Israel fühlen sich viele an den Fall Azmi Bishara erinnert, der ebenfalls höchstumstritten einen Sitz in der Knesset einnehmen durfte, sich aber als Landesverräter entpuppte, da er geheime Informationen an die Hisbollah weitergeleitet hatte.

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um denKOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.

Aktuelle Ausgabe

Am meisten gelesen

Weitere Nachrichten

20.08.2014 
19.08.2014