Holocaustüberlebende demonstrieren vor dem Regierungsbüro

Mittwoch, 19. Dezember 2012 |  Aviel Schneider

Hundert Holocaustüberlebende haben vor dem israelischen Regierungsbüro in Jerusalem demonstriert. Sie bestehen darauf, dass ihnen die 5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden, die in der israelischen Staatskasse aus unverständlichen Gründen eingefroren worden sind.

Auf den Plakate war zu lesen: „Wir brauchen keine Windeln, wir haben gelernt wie man alles absorbiert“ oder „Steinitz (Finanzminister) spart auf unseren Rücken 700 Euro“.

Einer der führenden Fußballtrainer im Land, Abraham Grant, unterstützt die Demonstranten. Er vertrat seine Eltern, die ebenfalls Holocaustüberlebende sind: „Es ist einfach unglaublich, dass solche Menschen, die sich heute nicht mehr alleine helfen können, auf der Straßen protestieren müssen. Der Judenstaat Israel wurde auf diesen Menschen gegründet und daher ist es die Pflicht des Staates, sich um diese Menschen zu kümmern.“ Auf einem anderen Plakat stand geschrieben: „Steinitz, ich hoffe du hast es nachts warm, denn mir ist kalt“.

Es ist nicht das erste Mal, dass Holocaustüberlebende auf die Straße gehen und für ihre Rechte und um Hilfe ringen. In Israel wird dies als Schande betrachtet, dass soetwas selbst in der Heimat des jüdischen Volkes möglich ist. „Ich hätte nie gedacht, dass wir in Israel um Geld betteln müssen“, sagte die Holocaustüberlebende Rachele (83) israel heute gegenüber.

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