20 Raketen auf Israel abgeschossen seit dem Beginn der Waffenruhe

Donnerstag, 22. November 2012 |  Kerstin Braun

Nach dem Einläuten der Feuerpause gegen 21:00 Uhr am Mittwochabend wurden über 20 Raketen aus Gaza auf Israel Süden abgefeuert. Berichten des Nachrichenportals Arutz Scheva zufolge gab es keine Verletzten und auch keine materiellen Schäden. Seit dem Beginn der Waffenruhe hat Israel keine Ziele im Gazastreifen angegriffen.

Die Bewohner in Israels Südstädten sind enttäuscht und fühlen sich alleingelassen. Regierungschef Benjamin Netanjahu habe "kapituliert", so die Bewohner des Südens. In der Nacht zum Donnerstag mussten sie immer wieder Schutz im Bunker suchen, weil die Sirenen heulten. Die Schulen im Süden sind heute, am Donnerstag, geschlossen. Zu groß ist die Angst vor weiteren Angriffen. Die israelischen Truppen an der Grenze zum Gazastreifen bleiben vorerst noch dort stationiert, weil mit einem weiteren Ausbruch der Gewalt gerechnet wird.

Mehr als 1500 Raketen sind seit dem Beginn der Operation Wolkensäule auf Israel abgeschossen worden, 933 davon schlugen auf israelischem Gebiet ein (Quelle: IDF Blog). Fünf Israelis kamen dabei ums Leben, 240 wurden verletzt. Die israelische Armee hat etwa 1500 Gegenangriffe auf terroristische Ziele in Gaza ausgeführt.

Bild: Zwei Frauen gehen in Deckung, als eine Sirene kurz nach dem Beginn des Waffenstillstands in Aschkelon ertönt.

Die israelischen Soldaten am Gazastreifen verharren weiter dort, um eventuelle neue Gewaltausbrüche einzudämmen.

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