Der Anführer des Terrornetzwerks Al-Qaida, Ayman al-Zawahiri (Foto), hat die Ägypter zum Widerstand gegen einen Frieden mit Israel aufgerufen. In einer Videobotschaft forderte der 61-jährige Nachfolger des Terrorchefs Osama Bin Laden zu Massendemonstrationen auf. Diese sollen sich richten „gegen das Friedensabkommen mit Israel, gegen die israelische Besetzung Palästinas und gegen die Belagerung von Gaza.“ Zudem übte Al-Zawahiri Druck auf den neuen ägyptischen Präsidenten Mursi aus. Der müsse seine Haltung klären, was den Heiligen Krieg zur Befreiung Palästinas angehe. Mursi hatte am vergangenen Mittwoch einen Waffenstillstand zwischen der Hamas und der israelischen Armee vermittelt, nachdem die Lage im Süden Israels wegen des Raketen-Trommelfeuers aus dem Gazastreifen und israelischen Gegenschlägen zu eskalieren drohte. Mursi hatte sich am Tag darauf beeilt zu betonen, dass er die Palästinenser in ihrem Kampf gegen Israel unterstütze. In einer Fernsehansprache hatte der ägyptische Präsident unterstrichen, sein Land werde Übergriffe gegen die Palästinenser niemals akzeptieren.
Al-Qaida-Chef Zawahiri ist Chirurg und war früher Chef der Untergrundorganisation „Ägyptischer Islamischer Dschihad.“ Er wird weltweit als Drahtzieher von blutigen Terroranschlägen gesucht. Mehrfach soll er seine „Gotteskrieger“ zu Selbstmordanschlägen aufgerufen haben. In einem weiteren Video, das jetzt auf islamistischen Webseiten auftauchte, forderte Al-Zawahiri seine Anhänger dazu auf, Bürger jener westlicher Staaten zu entführen, „die es wagen, Krieg gegen Muslime zu führen.“