Experten: 170.000 Raketen werden auf Israel abgefeuert

Dienstag, 18. September 2012 |  Aviel Schneider

Sollte wegen eines israelischen Angriffs auf die iranischen Atomreaktoren ein regionaler Krieg ausbrechen, so schätzen israelische Sicherheitsexperten, dass über 170.000 Raketen aus den arabischen Ländern auf Israel abgeschossen werden. Genau darauf bereitet sich Israels Hinterland-Kommando vor. Laut verschiedenen Militärquellen wird angenommen, dass Syrien um die 100.000 Raketen feuerbereit hat, die Hisbollah im Libanon 60.000, die Hamas im Gazastreifen 12.000 und der Iran um die 500 ballistische sowie treffgenauere Schihab-Raketen. Der israelische Armeesprecher wiederholte mehrfach, dass Israels Abwehrsystem auf einen massiven Raketenangriff vorbereitet sei. Israel verfügt über die Abwehrsysteme "Eiserne Kuppel" und demnächst über ein weiteres System mit der Bezeichnung "Zauberstab".
Die Raketen in den Händen der Hisbollah haben eine Reichweite bis Haifa. Einige tausend Raketen könnten Tel Aviv und Jerusalem erreichen, einige hundert sogar die Wüstenstadt Beersheva. Auch wird damit gerechnet, dass einige hundert Raketen ein Navigationssystem haben und damit zu einem bestimmten Ziel in Israel gelenkt werden können. Die syrischen Raketen haben eine Reichweite von nur 50 Kilometern, doch 2000 Raketen könnten damit Israels Großstädte genauestens treffen.
Aus dem Gazastreifen heraus können Kassam- oder Gradraketen eine Umgebung von 25 Kilometern im südlichen Israel treffen. Aber was mehr Sorgen bereitet, sind Schihab-Raketen aus dem Iran. Das sind ballistische Raketen mit einer Reichweite von 1300 Kilometer und einer Treffgenauigkeit von 2500 Metern. Solche Raketen brauchen um die zehn Minuten, bis sie ihre Ziele in Israel erreichen. Dies gibt der Bevölkerung mehr Zeit, sich in Sicherheit zu bringen, sobald Israels Abwehrsystem die Raketen entdeckt. Bei Angriffen aus dem Gazastreifen bleiben vom Alarm bis zum Einschlag nur wenige Sekunden.
Gemäß Recherchen des Hinterland-Kommandos werden in einem solchen Raketenkrieg wohl über 500 Israelis ihr Leben verlieren. In den israelischen Medien wird darüber debattiert, wie hoch die Opferzahl wirklich sein wird. Befürchtet wird zudem ein hoher wirtschaftlicher Schaden, da die Bürger nicht zu ihren Arbeitsstellen fahren werden und Kinder nicht in die Schule gehen. "Ohne die Abwehrsysteme wäre unsere Lage katastrophal“, sagte Usi Rubin, der für Israels Raketenabwehrsystem "Pfeil" verantwortlich war.

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