„Die Region wird instabiler und islamistischer“, warnte der Befehlshaber des israelischen Armeenachrichtendienstes, General Aviv Kochavi, in seiner jährlichen Auslegung vor dem Militärstab in Tel Aviv. Der Umschwung und die Revolutionen im Nahen Osten könnten den Staat Israel überraschend in einen regionalen Krieg locken.
„Die innenpolitischen Entwicklungen und Revolutionen in den arabischen Ländern erhöhen die Empfindlichkeit aller Spieler im Nahen Osten und können die gesamte Region in einen nichtgeplanten Krieg stürzen.“
Die jährliche Bewertung präsentiert der israelischen Regierung wie auch dem Militärstab die strategischen und operativen Entwicklungen in den arabischen Ländern um Israel und zeigt die zentralen Bedrohungen auf.
Ungeachtet dessen beherbergt der Iran in diesen Tagen die jährliche Konferenz der „Blockfreien Länder“ in Teheran, während der Westen den Iran mit internationalen Sanktionen zu isolieren versucht, um somit das iranische Atomprogramm zu stoppen.
Dies sind 120 Länder, die Mitglieder in der UNO sind und sozusagen keinem Militärblock angehören, aber in der UNO der arabische Linie gegen den Judenstaat Israel folgen. Zu dieser Konferenz wird auch Palästinenserchef Mahmud Abbas erscheinen sowie der neue ägyptische Präsident Mohammed Mursi. Abbas hatte zunächst nicht teilnehmen wollen, da Hamasführer Ismail Haniyeh auch eingeladen war. Haniyeh wird jedoch nicht zur Konferenz kommen.
Seit dem Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten 1979 wird zum ersten Mal wieder ein ägyptischer Präsident iranischen Boden betreten. Diese wie auch anderen Entwicklungen kreieren laut General Kochavi eine neue Gefahr für Israel.