Ein Arzt und 10 Angestellte des Medizinischen Zentrums Sourasky in Tel Aviv wurden bei einem Routinetest positiv auf Tuberkulose getestet. Zur Zeit werden sie behandelt, damit die Krankheit nicht zum Ausbruch kommt. Die Betroffenen sind infiziert, sind aber zu diesem Zeitpunkt nicht ansteckend und können weiterhin mit Patienten arbeiten.
Es wird vermutet, dass sich die Angestellten von afrikanischen Einwanderen angesteckt haben. Es zeigt sich in der Nachbetrachtung, dass die umstrittene Entscheidung des Sourasky Zentrums, den Zugang für afrikanische Flüchtlinge zu beschränken, nicht von ungefähr kam. Damals wurde dieser Schritt damit begründet, dass ansteckende Krankheiten auf andere Patienten übertragen werden könnten. Das israelische Gesundheitsministerium und viele Ärzte des Landes verurteilten die Entscheidung des Krankenhauses jedoch als Rassismus.
Tuberkulose ist besonders für Kleinkinder gefährlich, da ihr Immunsystem noch nicht voll entwickelt ist. Im letzten Juni wurde bei einem Baby aus Eriträa Lungentuberkulose diagnostiziert, woraufhin sofort 100 weitere Babies getestet wurden, die jedoch gesund waren.