Terrorzelle im Westjordanland gesprengt

Dienstag, 21. August 2012 |  Michael Selutin  

Gestern hat der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet bekannt gegeben, dass im Mai eine Terrorzelle ausgehoben wurde, die Entführungen und Anschläge geplant hatte.

Die Terroristen planten, Soldaten oder Siedler zu entführen und diese gegen im Gefängnis sitzende Palästinenser einzutauschen. Weiterhin waren Anschläge auf Checkpoints geplant für den Fall, dass Terroristen bei Hungerstreiks in israelischen Gefängnissen sterben sollten.

Die vier Mitglieder der Terrorzelle wurden verhaftet, bevor sie ihre Pläne in die Tat umsetzen konnten. Einer der Mitglieder war Polizist der palästinensischen Autonomiebhörde. Die festgenommenen Terroristen wollten Waffen der PA benutzen, zu denen der palästinensische Polizist Zugang hatte. Während der Festnahmen wurde ein Kalaschnikow-Gewehr und passende Munition gefunden.

Seit dem Gefangenenaustausch für den israelischen Soldaten Gilad Schalit sind die Bemühungen der palästinensischen Terroristen, Israelis zu entführen, noch verstärkt worden. Ähnlich wird das Nachgeben der israelischen Regierung bei hungerstreikenden Gefangenen interpretiert. Seitdem dort einmal nachgegeben wurde, befinden sich nun viele weitere Terroristen im Hungerstreik. Jedes Entgegenkommen des jüdischen Staates wird von seinen Feinden als Schwäche gesehen und schamlos ausgenutzt.

Illustration: Archivbild

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