Als ein Bus mit israelischen Soldaten am Mittwochmorgen an der ägyptischen Grenze in der Nähe des Stützpunkts Karmit entlangfuhr, trafen ihn die Schüsse eines Sturmgewehrs. Die anfängliche Annahme, dass es sich um einen Terrorangriff handelte, bestätigte sich nicht. Der Bus war in ein Kreuzfeuer der ägyptischen Grenzpolizei und Schmugglern geraten. Niemand wurde durch die Schüsse verletzt. Die Soldaten, die sich attackiert fühlten, schossen instinktiv zurück und verletzten einen ägyptischen Sicherheitsbeamten dabei leicht. Offiziere beider Seiten, israelische wie auch ägyptische, haben die Situation schnell unter Kontrolle gebracht.
Die Sicherheitslage im ganzen Land ist derzeit sehr gespannt, da US-Verteidigungsminister Leon Panetta sich zu einem Besuch in Israel befindet. Obendrein wurde am Mittwochmorgen eine Mörserrakete auf einen israelischen Panzer an der Grenze zum Gazastreifen abgeschossen. Dank des neuen Abwehrsystem „Windjacke“ (hebr. „me’il ruach“) explodierte die Rakete weit vom Panzer entfernt. Das System, das zum Teil von der israelischen Waffenfirma Raphael entwickelt wurde, wird im Ausland ASPRO – Armoured Shield Protection (dt. „Gepanzerter Schutzschild“) oder Trophy genannt.