Die US-Sicherheitsbeamten und –Sondergesandten der Obama-Administration, die Israel in den letzten Wochen besuchten, haben eine klare Botschaft: Ein einseitiger Angriff Israels auf den Iran wäre in den Augen der USA ein Vertrauensbruch und wird nicht geduldet. Die Amerikaner diskutieren seit Wochen über einen massiven Angriff auf den Iran, sowie die Eindämmung der nuklearen Fähigkeiten und die Lähmung des Ajatollah-Regimes. All das soll jedoch erst in anderthalb Jahren in die Tat umgesetzt werden.
US-Verteidigungsminister Leon Panetta, der sich gerade auf Israelreise befindet, gab vor der Netanjahu-Regierung zu, dass die internationalen Sanktionen gegen den Iran bis zu diesem Zeitpunkt kein Erfolg gezeigt haben. Er ist der Meinung, man solle dem noch Zeit geben. Sollte Israel einseitige Schritte unternehmen, würde die Weltgemeinde inklusive den USA sich vom jüdischen Staat isolieren, so verlauten amerikanische Stimmen.
Innerhalb des israelischen Sicherheitsapparats gibt es ebenfalls reichlich Widerstand gegen einen Angriff auf den Iran. Während Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Ehud Barak einen einseitigen Angriff befürworten, stellen sich hohe Mitglieder der Regierung wie Generalstabschef Benny Gantz, Luftwaffenoberst Amir Eshel, Mossad-Geheimdienstchef Tamir Pardo und der Oberste des Schin-Bet, Joram Cohen, dagegen. Die Gegner sind überzeugt, dass ein Angriff ohne die Amerikaner keine positiven Ergebnisse bringen würde, ganz im Gegenteil.