Schwimmer mit hebräischem Tattoo gewinnt Goldmedaille

Dienstag, 31. Juli 2012 |  Michael Schneider  

Frankreich hat bei den jetzigen Olympischen Spielen in London bei der 4x100-Meter-Freistilstaffel der Männer die Goldmedaille gewonnen. Eine „süße Rache“ für die Franzosen, die diesmal den Amerikanern den Sieg vor der Nase wegschnappten. Bei der letzten Olympiade in Peking war es umgekehrt. Als Fabien Gilot (28), 1.93, seine Arme in Siegerekstase hochriss, sah man seine Tätowierung am linken Oberarm. Dort steht „Ani klum biladehem“, was soviel heißt wie „Ich bin nichts, ohne sie“. Fabiens Vater Michel verriet der Presse, was hinter dem Tattoo steckt. Fabien will mit diesem Körperschmuck alle Holocaustopfer – und überlebenden, besonders aber seinen Großvater Max Goldschmidt (geboren in Berlin), ehren. Er überlebte Auschwitz. „Max war Fabiens Held, er schaute zu ihm auf“, erzählt sein Vater über den Olympia-Sieger. Das ist somit die erste „jüdische“ Olympia-Medaille bei den diesjährigen Spielen in London.

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