Der israelische TV-Sender Kanal 2 berichtete am Sonntag von einer Initiative ägyptischer Geschäftsmänner, Reisen nach Ägypten zu unternehmen, die sich voll und ganz nach den Gesetzen der Scharia richten. Die Touristen werden nur in Hotels gebracht, für die das Einhalten des Scharia-Gesetzes höchste Priorität hat. Nur spezielle Sehenswürdigkeiten stehen auf dem Reiseplan, besonders diese, an denen Frauen nur von Kopf bis Fuß verhüllt verkehren und allein von einem Familienmitglied des ersten Verwandtschaftsgrades begleitet werden dürfen. Die Hotelanlagen bieten abgedeckte Pools für Frauen sowie halten das Verbot von Alkohol und Schweinefleisch strikt ein.
Während seiner Wahlkampagne und auch später im Amt publizierte Präsident Mohammed Morsi seine Hingabe zum Heiligen Jihad-Krieg und dem Scharia-Gesetz öffentlich. „Der Koran war und wird auch weiterhin als unsere Verfassung gelten. Der Prophet Mohammed ist unserer Führer. Jihad ist unser Weg. Und Tod im Namen von Allah ist unser höchstes Bestreben“, sagte Morsi kürzlich im ägyptischen Fernsehen. Einmal mehr wird die fundmentalistische Richtung Ägyptens deutlich und die Leidenschaft, mit der Morsi die islamische Scharia als Gesetzgebung des Staates befürwortet.