20.000 gedenken in London der München-Terroropfer

Montag, 30. Juli 2012 |  Kerstin Braun  

Abseits der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele gedachten am vergangenen Freitag 20.000 Menschen an verschiedenen Standorten in London der vor 40 Jahren in München von palästinensischen Terroristen getöteten elf Israelis. Die Initiative „Eine Minute für München“ wurde vom Britischen Zionistischen Verband organisiert und über soziale Netzwerke im Internet publiziert. Zeremonien, untermalt mit Gebeten und dem Anzünden von Kerzen, wurden am Trafalgar Square und vor der israelischen Botschaft abgehalten.

Das Internationale Olympische Komitee verweigerte eine offizielle Erwähnung des Jahrestages des Massakers, obwohl sich neben den Familien der Opfer US-Präsident Barack Obama, Präsidentschaftskandidat Mitt Romney, der US-Senat, der Deutsche Bundestag, das kanadische, das britische und das australische Parlament, sowie jüdische Organisationen weltweit für eine Gedenkzeremonie bei den Spielen ausgesprochen haben. Die Familien der Opfer von 1972 kämpfen seit Jahrzehnten für die angemessene Anerkennung und Andacht ihrer ermordeten Verwandten.

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