Der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Avigdor Liebermann begab sich am Montag zu Treffen mit europäischen Außenministern nach Brüssel, Belgien. Dort wird er auch an einer Versammlung des Assoziationsrates EU-Israel teilnehmen.
Eines der Hauptanliegen des israelischen Ministers ist es, die Europäische Union davon zu überzeugen, die Hisbollah offiziell als Terrororganisation einzustufen. Denn besonders nachdem es handfeste Beweise dafür gibt, dass die Hisbollah in den Terroranschlag in Burgas, Bulgarien vergangene Woche involviert war, müssen Schritte gegen die libanesische Organisation eingeleitet werden. Liebermann sieht die Hisbollah für den vermehrten Ausbruch von Gewalt und die Instabilität in der Nahost-Region in den letzten Jahren verantwortlich.
Auch die Stärkung der Beziehungen zwischen Israel und der EU und die Entwicklungen im Nahen Osten sowie ihr Einfluss auf die Region sind Themen, die bei den Treffen im Mittelpunkt stehen werden. Außerdem, so fordert Liebermann, sollen die Flughäfen in Europa besser überwacht, sowie die Sicherheitsvorkehrungen in israelischen und jüdischen Einrichtungen in Europa verstärkt werden.
Am Montag veröffentlichte die türkische Zeitung Hurriyet ein Interview mit Liebermann vom 22. Juli, in welchem er sagte, dass sich Israel nicht bei der Türkei für die Geschehnisse auf der „Mavi Marmara Gaza-Flottille“ 2010 entschuldigen müsse. Israel habe lediglich seine Soldaten beschützen wollen und auf die offensichtliche Provokation seitens der Aktivisten reagiert, so der Außenminister. In Hinsicht auf die kühlen Verhältnisse zwischen Israel und der Türkei sagte Liebermann: „Manchmal braucht es seine Zeit, Streitigkeiten und Probleme zu lösen. Diplomatische Beziehungen abreißen zu lassen, Botschafter zurückzuziehen oder sich gegenseitig zu provozieren, ist nicht der richtige Weg.