Gestern explodierte eine Bombe in einem Bus mit israelischen Touristen in Burgas, Bulgarien, dabei wurden sieben Menschen getötet. Weitere 35 wurden verletzt, drei davon schweben in Lebensgefahr.
Die Terroropfer kamen am Mittwochnachmittag mit einem Charterflug aus Israel an und sollten mit Bussen in ihre Hotels gebracht werden. Einer der Busse explodierte. Die bulgarische Polizei untersucht den Vorfall nun mit Hilfe ausländischer Geheimdienste. Man vermutete zuerst, dass die Bombe entweder im Gepäck der Passagiere versteckt war, oder dass sie schon vorher im Bus platziert wurde. Neueste Informationen deuten jedoch auf einen Selbstmordattentäter. Sicherheitskameras haben einen Mann aufgenommen, der die Umgebung der israelischen Busse über eine Stunde lang ausspionierte. Der Mann sah kaukasisch aus, hatte lange Haare und trug einen Sportanzug.
Weitere Untersuchungen förderten einen gefälschten US-Pass zutage. Das FBI konnte die Daten des Passes keiner Person zuordnen, auch haben bulgarische Behörden keine Hinweise darauf, wie der Attentäter ins Land gekommen ist.
Die israelische Regierung geht davon aus, dass der Iran, der in den letzten Jahren immer wieder Anschläge gegen jüdische Zivilisten plante, hinter diesem Terrorangriff steckt. Letzte Woche erst berichtete Israel Heute von einem vereitelten Terroranschlag auf Zypern, der auch einen Bus oder ein Flugzeug zum Ziel hatte.
Sicherheitsvorkehrungen für israelische Touristen wurden erhöht und die Suche nach den Drahtziehern des Terrorangriffs läuft auch Hochtouren. „Dies ist eine iranische Terrorwelle, die sich über die gesamte Welt ausbreitet,“ sagte Israels Ministerpräsident Netanjahu und fügte hinzu, „Israel wird mit Stärke auf iranischen Terror reagieren.“
Ein israelisches Flugzeug mit Ärzten ist jetzt nach Burgas unterwegs, um die Verletzten zu versorgen und sicher nach Hause zu bringen. Erste Berichte der Überlebenden erzählen von schrecklichen Szenen, in denen sie über Leichen springen mussten, um den brennenden Bus zu verlassen.
Dieser neueste Anschlag fand genau 18 Jahre nach einem einem Terrorangriff in Buenos Aires in Argentinien statt, bei dem 85 Menschen ums Leben kamen.