Führender Rabbiner mit 102 Jahren verstorben

Donnerstag, 19. Juli 2012 |  Nettanell Doron  

Schwere Trauer senkte sich am Mittwochnachmittag über die orthodoxe Bevölkerung, als Rabbi Josef Shalom Eljashiw verstarb. Er war der Rabbiner der litauischen Orthodoxie für Entscheidungen in Angelegenheiten des jüdischen Gesetzes (Halacha) und einer der größten Torahgelehrten der letzten Generationen. Mehr als 250.000 Menschen begleiteten ihn auf seinem letzten Weg in Jerusalem, darunter Rabbiner, Politiker, seine Anhänger und Tausende aus dem Volk.

Rabbi Eljashiw wurde 1910 in der Stadt Shavil (Siauliai) in Litauen geboren worden, erst 17 Jahre nachdem der Heirat seiner Eltern. Er selbst hat jedoch ca. 1000 Nachkommen.

Im Alter vvon 20 Jahren heiratete er die Tochter von Rabbi Arieh Levin, einer bekannten Figur in Jerusalem, der sich viel um die von den Briten inhaftierten jüdischen Untergrundkämpfer kümmerte. 1938 wurde er zum Rabbiner ordiniert und begann im Jahr 1952 seine Karriere im Rabbinatsgericht, wo er mehr als 20 Jahre diente.

1988 setzte er seinen Fuß zum ersten Mal in die israelische Politik, wo er dem Ruf von Rabbiner Schach folgte, der Degel HaTorah-Partei vorzustehen, die um diese Zeit gegründet worden war. 1999 entschied Rabbiner Eljaschiw, sich der Regierungskoalition des damaligen Ministerpräsidenten Ehud Barak mit der linken Meretz-Partei anzuschließen, um in der Angelenheit fürzusprechen, dass die orthodoxen Jeschiwa-Studenten weiterhin keinen Militärdienst leisten müssen. Einige Wochen danach verließ er die Koalition jedoch, nachdem die Stromgesellschaft am Schabbat einen sperrigen Teil für ein Kraftwerk transportiert hatte. Er war ein entschiedener Gegner des einseitigen Abzugs Israels aus dem Gazastreifen. Im Jahr 2009 wurde Rabbi Eljashiws erster Urenkel in sechster Generation geboren.

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