Deutschland genehmigt weitere Entschädigungen an Holocaustopfer

Donnerstag, 12. Juli 2012 |  Kerstin Braun  

Deutschland hat zugestimmt, Entschädigungszahlungen an 80.000 Juden in der Ukraine, in Russland und anderen Nicht-EU-Ländern in Osteuropa zu leisten. Bisher hatten Juden aus diesen Ländern die einmalige Zahlung von umgerechnet 2568 Euro nicht erhalten.

Nach Gesprächen der Jewish Claims Conference, die Entschädigungsansprüche jüdischer Opfer des Naziregimes und Holocausts vertritt, und deutschen Regierungsvertretern in Washington hat man sich auf die Zahlungen geeinigt. Insgesamt wird Deutschland den Naziopfern aus der ehemaligen Sowjetunion somit insgesamt etwa 244 Millionen Euro zukommen lassen.

Die Vertreter der Jewish Claims Conference, die das Geld verteilen wird, beschreiben das Abkommen als einen historischen Durchbruch. Deutschland stimmte darüber hinaus zu, die monatlichen Renten der Holocaustopfer in aller Welt anzugleichen, denn diejenigen in westlichen Ländern haben mehr Geld bekommen als die in östlichen. Alle sollen künftig umgerechnet 300 Euro erhalten.

Bisher haben nur Holocaustüberlebende, die sich für mindestens 12 Monate versteckt halten mussten, Entschädigungen bekommen. Diese Gesetzgebung wurde ebenfalls gelockert. Jeder, der mindestens sechs Monate gezwungen war, sich zu verstecken, bekommt nun diesselben Rechte bzw. finanzielle Entschädigungen.

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