Aus der aktuellen Juli-Ausgabe:
Die Wüste blüht!

Dienstag, 3. Juli 2012 |  Michael Selutin  

Zwischen dem Toten Meer und der Küstenstadt Eilat erstreckt sich die Arava, eine karge Wüste, in der kein Leben möglich scheint. Nichts als Steine und Sand, so weit das Auge reicht.

Wer hätte gedacht, dass die 600 Bauernhöfe dieser Region 60 Prozent des israelischen Exports von Frischobst und 15 Prozent der Zierpflanzen produzieren. In der Arava werden vor allem Tomaten, Cherry-Tomaten, Zucchini, Melonen, Weintrauben, Kräuter und Datteln angebaut, viele davon biologisch. Insgesamt arbeitet man in der Region mit minimalem Einsatz von Pestiziden. Auch Fische werden hier gezüchtet – erinnern Sie sich noch an den Clownfisch „Nemo“?

Der Schlüssel des Erfolgs ist technologischer Natur. Allem voran bewährt sich die Tropfbewässerung, die schon in den 1960er Jahren erdacht wurde und einen großen Beitrag zur „Eroberung der Wüste“ leistet. Zum anderen ist die Kooperation der Bauern untereinander ein nicht zu unterschätzender Faktor, den die israelische Regierung nach Kräften unterstützt.

Als sich 1959 die ersten drei Kibbuzim in der Arava ansiedelten, wurden diese Pioniere für meschugge gehalten. Kaum jemand konnte sich vorstellen, hier zu leben, geschweige denn, Nahrungsmittel für den Export anzubauen.

1986 gründete die Jewish Agency die Forschungs- und Entwicklungsagentur Arava R&D (Central-and Northern-Arava Research and Development), die den Farmern mit innovativen Methoden unter die Arme greifen sollte. Seitdem geht es mit schnellem Tempo in Richtung Zukunft.

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