“Der Islam ist die einzige Lösung!“

Montag, 25. Juni 2012 |  Aviel Schneider  

Das ist das Motto des neuen Präsidenten in Ägypten. Alle israelischen Zeitungen sehen Ägyptens neuen Präsidenten, Mohammed Mursi, als eine Gefahr für Israel. „Eine dunkle Nacht über Ägypten“ lautete die Überschrift der israelischen Tageszeitung Jediot Achronot. Oder „Ein neuer Naher Osten“ wie auch „gefährlicher Sieg“. Das Tagesblatt Maariv warnte auf seiner Titelseite „Gefährliche Signale aus Ägypten“ und Haaretz schrieb auf seiner Webseite: „Ägyptens gewählter Präsident will zuerst enge Beziehungen mit dem Iran. Denn das Gleichgewicht der Mächte in dieser Region muss geändert werden“. Israel HaYom betitelte seine Titelseite mit „Ägypten hat den Islam gewählt“. Damit ist der langjährige Direktor des ägyptischen Nationalkomitees gegen den Zionismus zum neuen Staatsführer Ägyptens geworden. Im Gazastreifen wurde der neue Wahlsieg des Vertreters der radikalen Muslimbruderschaft mit Jubel gefeiert, in Jerusalem weniger. Dennoch hat Israels Regierungsbüro in Jerusalem die Meldung veröffentlicht, dass Israel das Wahlergebnis in Ägypten achtet. Aber aus verschiedenen Quellen der israelischen Regierung geht hervor, dass sich Israel ernsthafte Sorgen um die Zukunft mit Ägypten macht. Was wird nun aus dem Sinai? Was passiert mit den unterirdischen Tunnels aus dem Sinai in den Gazastreifen? Wird die Muslimbruderschaft in Ägypten neue Aufstände der Hamas im Gazastreifen fördern? „Als der ägyptische Präsidentenpalast in Kairo mit der grünen Farbe des Islams bemalt wurde, wurde dies für Israel zu einem schwarzen und schlechten Tag“, so Israels anerkannte Kommentatorin für den Nahen Osten, Semadar Pery. Aus israelischer Sicht ist dies der Beginn eines neuen Nahen Ostens, der für Israel zusammen mit allen übrigen Aufständen in den arabischen Ländern zu einer wachsenden Gefahr wird.

       

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