Wieder Gewaltausbrüche zwischen Siedlern und Palästinensern

Dienstag, 29. Mai 2012 |  Michael Selutin  

Palästinenser aus dem Dorf Orif in der Nähe von Nablus haben sich am Samstag mit Juden aus der Jitzhar Siedlung wieder einmal kleinere Gefechte geliefert. Die Palästinenser behaupten, dutzende Siedler seien bewaffnet und maskiert in ihr Territorium eingedrungen, wo sie Steine geworfen und Feuer gelegt haben sollen. Die Siedler behaupten dagegen, es waren die Palästinenser, die die Auseinandersetzung begonnen haben als diese selbst Feuer auf Feldern nahe der Siedlung legten.
Die Zusammenstöße wurden von der Polizei beendet, nachdem ein junger Palästinenser, der ein Messer schwang, angeschossen wurde. Armee und Polizei nehmen diesen Vorfall nach eigenen Angaben sehr ernst und ordneten eine gründliche Untersuchung an.
Dies ist nicht das erste Mal, dass es zu Gewaltausbrüchen in der Nähe der Siedlung Jitzhar kam. Beim letzten Zusammenstoß am 19. Mai wurde einem Palästinenser angeblich in den Kopf geschossen, nichts Genaues ist bisher bekannt. Seit einigen Jahren kann man immer wieder Beschwerden von palästinensischen Bauern hören, die behaupten, dass Siedler Feuer auf ihren Feldern legen. Dann findet man regelmäßig Videos oder Fotos im Internet, auf denen zu sehen ist, wie die Palästinenser selbst Feuer auf ihren eigenen Feldern legen, um dies den Siedlern in die Schuhe zu schieben. Gerade beim Zusammenstoß an diesem Samstag ist es schwer zu glauben, dass die religiösen Siedler ein Feuer am Schabbat gelegt haben sollen.

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