Bei einem Auftritt des israelischen HaBima-Staatstheaters gestern Abend in London störten pro-palästinensische Aktivisten im Publikum mehrmals die Vorstellung. Sie riefen anti-israelische Slogans, schwenkten Fahnen und wurden von den Sicherheitsbeamten aus dem Raum entfernt. Gespielt wurde „Der Kaufmann von Venedig“ im Rahmen des internationalen Globe to Globe Shakespeare-Festivals, das anläßlich der Olympischen Spiele in London im Sommer in 38 Sprachen stattfindet. Im Vorfeld der Aufführung hatten sich pro-palästinensische Organisationen an die Festivalleitung gewandt, um das israelische Gastspiel zu stornieren, weil dessen Schauspieler auch an Aufführungen in den so genannten besetzten Gebieten Judäas und Samarias teilgenommen haben sollen. Noch vor dem Auftritt der israelischen Schauspieler fanden vor dem Globe-Theater zwei kleinere Demonstrationen statt, eine pro-israelische und eine pro-palästinensische. Odelia Friedman, die Generaldirektorin des HaBima-Theaters, erklärte, die Schauspieler sich freuten, dass die Vorstellung nicht unterbrochen wurde und das Publikum diese mit Lob aufnahm. „Außer den beiden Störungen während des Auftritts hoffen wir, dass die Kunst den Sieg davontragen wird.“