Wohin mit den afrikanischen Immigranten?

Mittwoch, 16. Mai 2012 |  Michael Selutin  

Der israelische Innenminister Eli Jischai hat sich heute dafür ausgesprochen, alle afrikanischen Migranten und Asylbewerber in Auffangzentren unterzubringen. Der Grund dafür sei die Tatsache, dass die meisten Afrikaner in kriminelle Aktivitäten verwickelt seien. Gestern erst wurden vier Sudanesen und ein Eriträer wegen Verdacht auf Vergewaltigung einer 19 Jährigen verhaftet. „Wir können die Sicherheit der israelischen Bürger nicht aufs Spiel setzen,“ sagte dazu Jischai.
„Die Afrikaner, die als Asylbewerber anerkannt wurden, können in Israel bleiben“, fährt er fort, „die anderen sollen in Lagern untergebracht werden, wo sie niemandem schaden können. Aber die meisten sind keine Flüchtlinge.“
In Tel Aviv alleine leben 50 000 afrikanische Migranten und Asylbewerber, 7000 haben in diesem Jahr Israels südliche Grenze infiltriert. Für Jischai sind diese Migranten ein existenzielles Problem für den Zionismus. Auch Premierminister Benjamin Netanjahu sieht die Eindringline als Bedrohung und hat Maßnahmen zur Eindämmung der Grenzüberschreitungen angeordnet. Das israelische Kabinett hat bereits der Erstellung eines Auffanglagers im Negev zugestimmt und das Verteidigungsministerium hat den Bau des Grenzzaunes mit Ägypten beschleunigt.

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