Die Bevölkerung im Land hat sich bezüglich der jüngsten Blitzentscheidung Netanjahus, eine nationale Einheitsregierung mit der Kadima-Partei von Schaul Mofas zu gründen, noch nicht beruhigt. In den Medien versucht man, die Hintergründe zu diesem Schachzug zu verstehen und erörtert, welche Politiker davon am meisten profitieren. Dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu hilft die nationale Einheitsregierung und der Bund mit der Kadima-Partei, Schaul Mofas dagegen nicht. Mit seiner Zickzack-Politik hat er sich im Land unglaubwürdig gemacht. Aus diesem Grund hat der Mitgründer von Kadima, Haim Ramon, gestern die Partei verlassen. „Mit dem Beitritt von Schaul Mofas zu Netanjahus Koalition hat Kadima seinen ideologischen Pfad verlassen“, erklärte Ramon zu seinem Austritt. 44 Prozent der israelischen Bevölkerung versteht und unterstützt gemäß einer Umfrage des israelischen Fernsehkanals Zehn den Beitritt der Kadima-Partei zur Koalition. 37 Prozent sind gegen diesen politischen Zug und 18 Prozent haben darüber keine Meinung. Gemäß derselben Umfrage meinen 43 Prozent der Israelis, dass Benjamin Netanjahu mit Abstand der beste Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten ist. Für Schaul Mofas meinen dies nur 5 Prozent. Jetzt muss beobachtet werden, wie stabil die neue Koalition ist, die nur noch 26 Knessetabgeordnete in der Opposition hat. Wird sie wirklich handeln und historische Entscheidungen treffen, so wie es verprochen wurde? Wenn vorher nichts schiefläuft werden die nächsten Wahlen wie geplant im Herbst 2013 stattfinden.