Aus der aktuellen Ausgabe: Die unbekannte Geschichte der palästinensischen Christen

Mittwoch, 2. Mai 2012 |  IH  

Es gibt eine Komponente im israelisch-palästinensischen Konflikt, die viele Außenstehende nicht kennen, die jedoch einen großen Effekt auf die Wahrnehmung des Konflikts hat. Seit Jahren treten immer wieder palästinensische Araber an Israel Heute heran, Christen, aber auch Moslems, die von der Liebe zu Israel motiviert sind und es unterstützen wollen. Sie vertrauen uns ihre Geschichten an und bitten im nächsten Atemzug dringend, ihren Namen, geschweige denn ihr Bild, auf keinen Fall zu veröffentlichen. Die Angst vor Repressionen steht ihnen ins Gesicht geschrieben.
Das Ergebnis dieser Situation ist, dass die Welt zum großen Teil unwissend darüber bleibt, dass palästinensische Araber nicht nur verstehen, dass Israel besser für sie ist als ein palästinensischer Staat, sondern auch, dass es viele gibt, die den jüdischen Staat lieben und unterstützen. Auf der anderen Seite werden palästinensische Araber, die Israel feindlich gegenüberstehen, von ihren lokalen Führern, aber auch von den internationalen Medien, dazu angehalten, ihre Meinung so laut wie möglich zu äußern. Sogar palästinensische Christen, die nichts gegen Israel haben, lassen sich aufstacheln, um nicht ausgegrenzt zu werden.
Die gängige Meinung geht dahin, dass die Palästinenser einmütig in Israel die Quelle allen Unglücks sehen. Wer darauf hinweist, dass nicht jeder Palästinenser Israel für einen Fluch hält, stößt auf taube Ohren. Die Wiedergeburt des jüdischen Staates wird als das absolut Böse dargestellt. Aus diesem Grund wird viel Energie darauf verwendet, andersdenkende Palästinenser zum Schweigen zu bringen oder gar umzuerziehen.

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