Nach einem Gesetzentwurf, der kurz vor der Verabschiedung steht, sollen verurteilte Terroristen nach Entlassung aus dem Gefängnis eine halbierte Auszahlung aus der israelischen Sozialversicherung bekommen. Der Entwurf, der von der Partei Israel Beteinu vorgestellt wurde, soll für Terroristen gelten, die mehr als zehn Jahre im Gefängnis saßen.
Ein Abgeordneter von Israel Beteinu, David Rotem, sagte dazu, „Die absurde Situation, in der der israelische Staat Leute unterhält, die israelische Bürger ermorden, muss beendet werden.“ Das Justizministerium hatte bereits einen ersten Entwurf dieses Gesetzes abgelehnt, in dem die totale Streichung der Sozialbezüge für Terroristen vorgesehen war. Mit der nun abgeschwächten Version scheint Israel Beteinu jedoch erfolgreich zu sein.
Der Knessetabgeordnete Arieh Bibi (Kadima) verteidigte das neue Gesetz: „Wie lange sollen die Terroristen noch auf uns spucken und wir sagen, dass es regnet? Diese Leute sollten nicht auf Zahlungen verzichten müssen, sondern aus dem Land geworfen werden!“
Der Abgeordnete der Hadasch Partei, Afo Agbaria, nannte den Gesetzentwurf jedoch rassistisch. Woraufhin der Abgeordnete Arieh Eldad (Ichud HaLeumi - „Nationale Union“) unschuldig fragte, warum es rassistisch sei, „sind denn nur Araber Terroristen?“