Die Vetreter der israelischen und palästinensischen Delegation haben sich am Mittwoch zum fünften Mal in Amman, Jordanien, zu Verhandlungsgesprächen getroffen. Der israelische Anwalt Jitzchak Molcho und sein Verhandungspartner, der palästinensische Unterhändler Saeb Erekat, haben palästinensischen Quellen zufolge nichts erreicht. Am Ende des Treffen soll sich manifestiert haben, dass die Israelis und die Palästinenser nie zu einer Einigung kommen werden, so die Quellen. Israel müsse einen elementaren Schritt machen, nur so können die Gespräche weitergeführt werden, so ein palästinensischer Beamter. Gemeint ist damit vorrangig ein entgültiger Baustopp Israels in allen Siedlungen in Judäa und Samaria und in Ostjerusalem.
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wird sich in der nächsten Woche mit Mitgliedern der Arabischen Liga treffen, um zu besprechen, wie jetzt vorzugehen sei. Er erklärte nach einem Gespräch mit dem jordanischen König Abdullah, dass er bereit sei, weiter mit Israel zu verhandeln, doch das Ziel sei, dass in dem zukünftigen Palästinenserstaat kein Jude bzw. Israeli wohnen darf.
Kurz vor dem Treffen in Amman rief Ministerpräsident Netanjahu die Palästinenser auf, die Verhandlungen unbedingt weiterzuführen. Die Palästinenser behaupten, Israel wolle nur Zeit schinden und dem Nahostquartett gegenüber guten Willen zeigen. Das Quartett gab beiden Seiten bis zum 26. Januar Zeit, ihre Positionen bezüglich der Grenzen und der Sicherheit Israels und den palästinensischen Gebieten zu präsentieren. Auch soll das Nahostquartett entscheiden, welche Seite für das Scheitern der Gespräche verantwortlich sei, so die Palästinenser.
Die Vertreterin der EU for Außen-und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, befindet sich derzeit zu Gesprächen mit Netanjahu und Außenminister Lieberman in Israel. Auch ein Treffen mit Abbas ist geplant. Sie plane, so hieß es auf dem Nachrichtenportal Ynet, die Palästinenser mit „israelischen Fördergeldern“ wieder an den Verhandlungstisch zu locken.