Jerusalems Bürgermeister lädt zum interreligiösen Treffen

Jerusalems Bürgermeister lädt zum interreligiösen Treffen

Der Bürgermeister von Jerusalem, Nir Barkat (siehe Bild), und seine Gattin haben am Dienstagabend zahlreiche Ehrengäste aus allen Religionen in der Stadtverwaltung eingeladen. Auch Israel Heute war live mit dabei. Mit den besten Wünschen für das neue Jahr 2012 und unter dem Motto „Im Geist der interreligiösen Koexistenz“ leitete Barkat das Treffen ein. Zuerst sprachen die Vertreter der drei Religionen: Der Muchtar aus dem arabischen Stadtteil Isawiya, Darwiesch Darwiesch, sprach in Arabisch im Namen der Moslems der Stadt. Der Rabbiner der Heiligen Stätten in Jerusalem, Schmuel Rabinowitch, gab seine Rede in Hebräisch zum Besten. Als Vertreter der Christen redete der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilus III. „Vor einigen Tagen hörten wir von der Hetzpredigt, die zum Tod der Juden aufrief (gemeint ist die Rede des palästinensischen Mufti Muhammed Hussein). Doch wir kommen mit Worten des Friedens. Ferner, schäme ich mich der Taten einzelner meiner Brüder (gemeint ist die Beschädigung von Moscheen durch radikale Juden), die das empfindliche Zusammenleben gefährden“ sagte der Rabbiner. Der Patriarch sprach von Jerusalem als Beweis einer „respektvollen Koexistenz“ und der Tatsache: „Brücken bauen fordert Opfer“. Zuletzt war der Bürgermeister an der Reihe: „Wir Jerusalemer verstehen besser als alle anderen, was es bedeutet, in Koexistenz zusammenzuleben, wie auch Toleranz gegenüber Andersdenkenden zu zeigen“. Auch zitierte Barkat den Vers aus Jesaja 56 „Denn mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Völker“.

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