Kurznachrichten

Mittwoch, 21. September 2011 |  Nettanell  

+++ Inbal Gawi (26, Bild) ist die erste Frau, die den israelischen Polizeikurs zur Bombenbeseitigung absolviert hat. Sie bewältigte das zehn-Monate-lange zermürbende Training Seite an Seite mit 14 männlichen Kadetten. Beim Bombenentschärfen haben Männer und Frauen die gleichen Ängste und beide seien gleich gut qualifiziert, so Gawi im Interview mit Ynet. „Ich wurde in keinster Weise anders behandelt. Mit meinem Erfolg kann ich vielleicht auch andere Frauen ermutigen, Berufe mit großer Herausforderung anzunehmen.“ +++ Der türkische Präsident Abdullah Gul hat sich während seines viertägigen Deutschlandaufenthalts mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin getroffen. Am Dienstag hat Merkel ihre Sorge über die schwindenden Beziehungen zwischen Israel und der Türkei zum Ausdruck gebracht und den Präsidenten zur Versöhnung mit dem jüdischen Staat gedrängt. Beide haben auch darüber diskutiert, ob die Türkei in die Europäische Union aufgenommen werden sollte. Gul äußerte in Deutschland mehrmals, dass die Türkei die volle Mitgliedschaft in der EU anstrebe. Der türkische Außenminister Davutoglu erklärte, dass die Türkei zusammen mit dem neuen Ägypten eine diplomatische und militärische Achse gegen Israel bilden will, um den Einfluss der USA im neuen Nahen Osten zu drosseln. +++ Ministerpräsident Netanjahu sprach nach seiner Ankunft in New York als erstes mit US-Präsident Barack Obama, um einen diplomatischen Schiffbruch zu verhindern. Am Freitag wird in der UNO-Vollversammlung darüber abgestimmt, ob es einen selbstständigen Palästinenserstaat geben wird oder nicht. Netanjahu will Frieden mit den Palästinensern, aber das nicht nur auf einem Stück Papier, das sich Friedensvertrag nennt. Noch sieht es so aus, als werde die Mehrheit der UNO-Mitgliedstaaten gegen Israel und für einen Palästinenserstaat stimmen. In den Palästinensergebieten werden dafür schon alle Städte geschmückt. +++ Ausländische Spenden für Israels Sozial-, Gesundheits,- Bildungs- und Kultureinrichtungen sind in den letzten fünf Jahren um 16 Prozent verringert worden. +++ Jerusalems berühmter „Machane Jehuda“ Lebensmittelmarkt an der Jaffo-Straße wird von den Händlern zu einem Kunstwerk umgestaltet. Sie wollen aus ihren Gebrauchsgegenständen Skulpturen schaffen und dort ausstellen. +++ Der britische Handelskongress und die mit ihm verbundene Arbeitergewerkschaft rief erneut zum Boykott israelischer Produkte und israelischer Kontakte auf. +++

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