Unter der Überschrift „Es schreit nach einem Absurdum“ hat die israelische Tageszeitung Yediot Achronot einen ausführlichen Bericht über das staatliche Verhalten gegenüber der messianisch-jüdischen Familie Ortiz veröffentlicht. Vor drei Jahren hatte eines ihrer sechs Kinder, Ami Ortiz (Bild rechts), schwerste Verletzungen erlitten. Er hatte vor der Haustür einen Purimkorb entdeckt, der in seinen Händen explodierte. Die Bombe war mit Schrauben und Nägeln versehen, was die Verletzungen noch schlimmer machten. Der Täter war kein Palästinenser, sondern der Jude Yakov Teitel, der noch zahlreiche weitere Straftaten verübte. Ami Ortiz kann als Jude, der von einem jüdischen Terroristen angegriffen wurde, vom Staat nicht als Terroropfer anerkannt werden. Im israelischen Gesetz ist ein solcher Fall nicht vorgesehen. Der palästinensische Taxifahrer Samir Balbissi, der 1997 ebenfalls von Jakov Teitel ermordet wurde, wird dagegen doch als Terroropfer anerkannt. Die israelische Tageszeitung setzt sich nun für Familie Ortiz ein. (Mehr dazu in der nächsten Printausgabe des „israel heute“-Magazins).