Liebermann kündigt „Strafmaßnahmen“ gegen Türkei an

Freitag, 9. September 2011 |  Tommy Mueller

Jerusalem schlägt zurück: Außenminister Avigdor Lieberman will die Türkei mit schmerzhaften Maßnahmen für die fortgesetzten Provokationen der vergangenen Tage bestrafen. Die Türkei hatte angekündigt, künftige „Hilfsflotten“ für den Gazastreifen von Kriegsschiffen begleiten zu lassen. Staatschef Erdogan reagierte damit auf die Weigerung Israels, sich für den Tod von neun türkischen Blockadebrecher-Aktivisten zu entschuldigen. Sie waren ums Leben gekommen, als die israelische Marine vor dem Gazastreifen das Schiff „Marvi Marmara“ gestoppt hatte. Kürzlich hatte Ankara den israelischen Botschafter ausgewiesen. Israel plant nun einen Schulterschluss mit den historischen Erzfeinden der Türkei, den Armeniern. Lieberman will sich in den USA mit armenischen Lobbyisten treffen und eine anti-türkische Kooperation vereinbaren. Zudem hat er offenbar vor, Vertretern der kurdischen PKK-Rebellen eine Zusammenarbeit anzubieten. Denkbar seien Waffenlieferungen und Ausbildungshilfen für die Kurden, die von der Türkei blutig bekämpft werden. Zudem werde das israelische Außenministerium von nun an weltweit öffentlich anprangern, wie die Türkei Menschenrechte verletze und Minderheiten unterdrücke. Minister Lieberman unterstrich gegenüber Pressevertretern, die anti-israelischen Aktionen Erdogans blieben „keine Einbahnstraße“.

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