Raketenhagel im Süden fordert zahlreiche Opfer

Samstag, 20. August 2011 |  Kerstin

Am Wochenende kam es zu dem schlimmsten Raketenbeschuss auf Israels Süden seit dem Gazakrieg 2008/2009. Über 80 Raketen wurden aus dem Gazastreifen abgefeuert, so berichtete die Jerusalem Post am Sonntag. Das Iron-Dome System konnte einige der Raketen abfangen. Am Samstagabend ist in Ofakim, 24 km westlich von Beer Schewa, eine Grad-Rakete direkt in ein Wohnhaus eingeschlagen, dabei wurden drei Personen schwer verletzt: ein Kleinkind, ein neunjähriger Junge und ein 20-jähriger Mann. In Beer Schewa fielen drei Raketen, wobei eine Person getötet und sieben verletzt wurden. Der Tote, Stadtbeamter Jossi Shoshan (38), wollte gerade seine hochschwangere Frau abholen, um sie ins Krankhaus zu fahren, als eine Rakete neben seinem PKW einschlug. Als der Alarm ertönte, ist er, gemäß den Vorschriften, aus seinem Auto ausgestiegen und wollte Zuflucht in einem Gebäude suchen. Doch er wurde tödlich von Raketensplittern am Kopf getroffen. Shoshan wollte sicherer leben und ist mit seiner Familie erst kürzlich aus Ofakim nach Beer Schewa gezogen. Darüber hinaus sind auch in Ashdod und Ashkelon, sowie in Lashisch und der Eschkol-Region Raketen eingeschlagen. Neben dem Toten und den zahlreichen Verletzten mussten über 30 Menschen wegen Angstanfällen und schweren Traumata medizinisch behandelt werden.
Das Volkswiderstandskomitee (kurz: PRC – Popular Resistance Comitee) hat die Verantwortung für den Raketenbeschuss übernommen. Das Komitee besteht aus Terroristen der Hamas, Fatah, des Islamischen Jihad und der Al-Aksa-Brigaden. Mitglieder der militanten Organisation gelten auch als Entführer Gilad Shalits.
Israel will den verantwortlichen Terroristen mit Gegenangriffen zeigen, dass solche Attacken auf Israel nicht geduldet werden. Andererseits soll jedoch ein zweiter Gazakrieg unbedingt vermieden werden, war am Sonntag in der Jerusalem Post zu lesen. Auf Israels Seite besteht die Angst, die Situation im Süden könnte eskalatieren. Für weitere Bilder der Raketenanschläge schauen Sie auf unsere Facebook-Seite. Zu den Bildern

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