Innenminister Eli Yishai (im Bild links) hat dem Bau von tausenden neuen Wohnungseinheiten in Jerusalem bestätigt, die Hälfte davon jenseits der grünen Linie. Ynethat am Donnerstag berichtet, dass 1.600 Einheiten in der Nachbarschaft Ramat Schlomo, 700 in Pisgat Zeev und 2.000 in Givat HaMatos errichtet werden sollen. Quellen aus dem Innenministerium haben verlauten lassen, dass Yishai die Projekte als Lösung für Jerusalems missliche Wohnungslage sieht. Darüber hinaus sind ähnliche Projekte mit 7.000 Wohnungseinheiten in Haifa geplant. Yishais Entscheidung folgte auf eine Erklärung der Jerusalemer Bebauungskommission zur Errichtung von 930 Wohneinheiten in der südöstlichen Gegend Har Homa. Die USA und die Europäische Union haben die Pläne verurteilt. Das Außenministerium der USA war über den Entscheid „äußerst beunruhigt“ und riet Israel „von einseitigen Schritten, die dem Friedensprozess im Wege stehen könnten“ ab. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sagte, sie sei „tief enttäuscht“ von dem Vorhaben.