Shalit-Eltern wollen Steuergelder an Palästinenser einfrieren

Donnerstag, 5. Mai 2011 |  ih Redaktion  

Aviva und Noam Shalit, die Eltern des entführten Soldaten Gilad Shalit, haben am Mittwoch einen Brief an Ministerpräsident Netanjahu geschickt. Darin drohen sie an, sich an den Obersten Gerichtshof zu wenden, falls Netanjahu kein Treffen mit dem Verteidigungs- und Finanzminister einberuft und Wege findet, Druck auf die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) auszuüben. Die Shalits weisen in ihrem Schreiben darauf hin, dass die PA nach der Versöhnung zwischen Fatah und Hamas auch für das Schicksal ihres Sohnes verantwortlich sei. „Im Lichte dieser neuen Situation bestehen wir darauf, dass der Transfer von Steuergeldern an die PA solange verzögert wird, bis Gilad freigelassen wird. Sein Schicksal liegt nun in den Händen der PA.“ Gilad Schalit war vor fünf Jahren als 19-jähriger Soldat entführt und in den Gazastreifen verschleppt worden. Der Rechtsanwalt der Familie Shalit, Amir Kadri, wies darauf hin, dass die Gefangennahme des jungen Mannes ein Kriegsverbrechen sei. Gilad Shalit würden von den Palästinensern nicht einmal die international garantierten Rechte eines Kriegsgefangenen gewährt. Weder wisse man seinen Aufenthaltsort, noch erhalte das Internationale Rote Kreuz Zugang zu ihm, noch gebe es einen regelmäßigen Kontakt zu seiner Familie.

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