Kirche baut neue Häuser für Christen in Jerusalem

Donnerstag, 28. April 2011 |  ih Redaktion  

Das zur römisch-katholischen Kirche zählende lateinische Patriarchat von Jerusalem und franziskanische Klöster haben sich zusammengeschlossen, um neue, erschwingliche Häuser und Wohnungen für Christen in der israelischen Hauptstadt zu errichten. Sie hoffen, dadurch den Exodus der Christen aus Israel und besonders aus Jerusalem zu verhindern. Die Stadt zieht zwar viele christliche Pilger an, besonders zu den Feiertagen, aber die Anzahl der christlichen Einwohner dezimiert sich stetig. Als religiöse Minderheit stehen besonders die arabischen Christen im Gerangel zwischen Muslimen und Juden. Eines der Hauptprobleme ist zudem der hohe Preis für Wohnraum. 72 Hauseinheiten wurden bis jetzt schon in Beit Safafa in Jerusalem gebaut und die Konstruktion von acht weiteren ist in der Nähe des sogenannten Westjordanlands geplant. Jedes Haus hat 110 Quadratmeter und kostet um die 260.000 Dollar (178.000 Euro). „Es hat 15 Jahre gedauert, bis wir die Baugenehmigungen von der Jerusalemer Stadtverwaltung bekommen haben“, sagte Bischoff William Shomali vom lateinischen Patriarchat. Studien der katholischen Kirche besagen, dass im arabisch geprägten Ostjerusalem 10.000 Christen aller Richtungen leben. Um die 600 Christen wandern jährlich aus Jerusalem, Gaza und dem sogenannten Westjordanland aus.

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