Während Ministerpräsident Netanjahu öffentlich die Forderung von US-Präsident Obama, auch in arabischen Gebieten Jerusalems ein Baustopp zu verabschieden, zurückweist, hat er inoffiziell einen solchen Baustopp in die Wege geleitet. Dies teilten Beamte von Jerusalems Stadtrat gegenüber verschiedenen ausländischen Medien mit. Meir Margalis, ein Mitglied des Stadtrates bestätigte gegenüber IsraelNationalNews, dass das Komitee, das sich um diese Bauprojekte kümmert, nicht mehr zu Sitzungen trifft. Eine Sprecherin des Innenministeriums meinte, dass es sich bei den neuen Maßnahmen nicht um ein Baustopp handelt, sondern um die damit verbundene Bürokratie. Netanjahu hat wiederholt gesagt, dass Juden in allen Teilen Jerusalems das Recht hätten, bauen zu dürfen, genauso wie auch Araber dieses Recht haben. Wenn Netanjahu die Forderungen Obamas betreffs der jüdischen Bauprojekte annimmt, würde dies die Behauptung der Palästinenser, dass die Hälfte der Stadt ihnen gehört, bekräftigen. Andere nehmen an, dass dieser inoffizielle Baustopp mit Obama abgemacht wurde, um die Amerikaner zu beruhigen und um öffentlich weiter die Politik des Baus in Jerusalem weiterführen zu können.