Ultraorthodoxe gegen Straßenbahn

Montag, 25. August 2008 |  ih Redaktion  

Die ultraorthodoxe Gemeinschaft Jerusalems sprach sich gegen die neue Straßenbahn in der Hauptstadt aus. Das Komitee für Transportangelegenheiten der Gemeinschaft wandte sich diese Woche an Knessetmitglieder und Minister mit der Bitte, die geplanten Routen der Straßenbahn nochmals zu überdenken. Bei dem Treffen wurde klar, dass das Transportministerium nach Inbetriebnahme der Straßenbahn plant, dass ein großer Teil der Buslinien, die der orthodoxen Bevölkerung dienen, abgeschafft werden sollen. In einem Brief an das Transportministerium schrieben die führenden Rabbiner der ultraorthodoxen Juden, dass die Straßenbahn dieser Gemeinde nicht nutzen würde und geistliche Gefahren in sich berge, da Männer und Frauen nicht getrennt sitzen würden. Außerdem würden die Routen der regulären Buslinien abgeändert werden und durch das orthodoxe Geula-Wohnviertel fahren und den geistlichen Charakter des Viertels ruinieren, beklagten sich die Rabbiner.

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