Palästinenser lehnen israelisches Friedensangebot ab

Donnerstag, 14. August 2008 |  nai news  

Die Palästinensische Autonomiebehörde hat am Dienstag das Friedensangebot des israelischen Premierminister Ehud Olmert rundweg abgelehnt und nannte es „unakzeptabel“. Der Vorschlag sei ein Beispiel dafür, dass es Israel an Ernsthaftigkeit in der Frage eines Friedensvertrag fehle, wie es die Palästinenser immer wieder sagen. Olmert bot Palästinenserpräsident Mahmud Abbas an, 93 % des sogenannten Westjordanlandes an die Palästinenser zu übergeben. Zudem sollte es Palästinensern möglich sein, sich auf Fahrten zwischen dem Gazastreifen und dem Westjordanland frei in Israel bewegen zu können. Die Durchführung dieser Bedingungen benötigte die erneute Kontrolle Abbas’ über Gaza, wo derzeit die Hamas herrscht. Dieses Angebot war eines der großzügigsten seitdem der frühere Premierminister Ehud Barak 2000 zugestimmt hatte, 98 % des Westjordanlandes und Gazas zurückzugeben sowie Ost-Jerusalem. Palästinensische Beamte sagten, sie hätten Olmerts Angebot nie erhalten, aber hätten es sowieso nicht angenommen, da nicht 100 % ihrer Forderungen erfüllt seien. Der Sprecher von Abbas, Nabil Abu Rudaineh, nannte das israelische Angebot eine „Zeitverschwendung“.

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