Erneut herrscht diplomatische Spannung zwischen Israel und Ägypten. Grund dafür ist die Drohung des ägyptischen Kulturministers, Faruk Hosni, die er vor dem ägyptischen Parlament aussprach, eigenhändig israelische Bücher verbrennen zu wollen, sollten solche in den Bibliotheken seines Landes ausfindig gemacht werden. Israel Botschafter in Ägypten, Schalom Cohen, teilte dies dem Außenministerium in Jerusalem mit. Von dort wurde gemeldet, dass man über solch eine scharfe ja sogar antisemitische Aussage nicht hinweggehen dürfe. Sie erinnert sehr stark an die Bücherverbrennung durch die Nazis und die Kristallnacht. Das Außenministerium sandte demzufolge eine scharfe Beschwerde an die ägyptischen Behörden die auch an den Botschafter des Nachbarlandes in Israel weitergeleitet wurde. Am kommenden Sonntag wird Außenministerin Livni an dem Gipfeltreffen zwischen Bush, Mubarak, König Abdallah II. von Jordanien und Mahmud Abbas von der PA in Scharm el-Scheich und mit ihrem ägyptischen Amtskollegen diese Angelegenheit auch ansprechen. In Israel ist man deshalb so erbost, weil Hosni der ägyptische Kandidat für den Posten des Generalsekretär der UNESCO ist und seine Chancen diesen Posten auch übertragen zu bekommen, sehr gut sind.