Ministerpräsident Olmert wurde die jährliche Einschätzung der israelischen Geheimdienste überreicht, aus der hervorgeht, dass Syrien sich in einem beschleunigten Aufrüstungsprozess befindet. Insbesondere ist Syrien daran gelegen, sich mit Langstreckenraketen auszurüsten. Assad ist auf strategischer Ebene an Verhandlungen mit Israel interessiert, doch steht das Thema gegenwärtig nicht an der Spitze der Tagesordnung, und er konzentriert sich auf die Stärkung seiner militärischen Schlagkraft, hieß es in dem Bericht. Nach Einsätzung des Militärgeheimdienstes und des Mossad glaubt Syrien, dass ein zukünftiger Krieg mit Israel anhand von Boden-Boden-Raketen entschieden werden wird. Insofern hätten die Syrer verstanden, dass man weniger Panzer und mehr Raketen braucht. Gleichzeitig geht man davon aus, dass Syrien sich unter bestimmten Bedingungen von der radikalen Achse entfernen könnte. Voraussetzung dafür sei, dass Israel sich zu einem Abkommen bereiterkläre, das die Golan-Höhen und ein amerikanisches Engagement zugunsten der Syrer beinhalte. Geheimdienstquellen aus dem Libanon besagen, dass die Hisbollah neue Gewalttätigkeiten gegen Israel plane.