Israel-Video des Tages: Die Retter von Magen David Adom
Freitag, 17. Mai 2013
Der Rettungsdienst in Israel steht vor besonderen Herausforderungen. Attentate mit einer Vielzahl von Verletzten, Einsätze in entlegenen Wüstengebieten, schnelle Hilfe für Kranke und Verletzte über alle religiösen und kulturellen Schranken hinweg. Das alles leistet der Rote Davidsstern, auf Hebräisch „Magen David Adom“. In einigen der modernen Fahrzeuge arbeiten gemischte Teams aus Juden und Arabern, um gemeinsam Menschen zu retten.Das Fernsehteam von israel heute hat die Notfall-Helfer in einem Rettungswagen begleitet. Die Besatzung: Ein Araber und ein Jude. Ihr Einsatzgebiet: der Ostteil Jerusalems.
Arabischer Sanitäter rettet jüdisches Mädchen
Donnerstag, 16. Mai 2013
Mitte März rettete er Edel Biton. Das dreijährige jüdische Mädchen war im Auto seiner Mutter in der Nähe von Ariel unterwegs. Als Palästinenser Steine warfen, verunglückte der Wagen, das Kind wurde lebensgefährlich verletzt. Der 36-jährige arabische Sanitäter Muavia Kabaha war Ersthelfer, und er war es auch vor zwei Jahren in der Siedlung Itamar: Terroristen hatten am Schabbatabend die Familie Vogel kaltblütig ermordet. Muavia Kabaha hört an solchen Tatorten oft schockierte Juden „Tod den Arabern!“ schreien. „In diesen Momenten bin ich gespalten. Ich helfe, wo ich kann, aber ich bin nun mal Araber.“ Schauplatz ist das biblische Kernland. Zwischen jüdischen Siedlungen und arabischen Dörfern geraten täglich Juden und Araber gleichermaßen in Not. Erste Hilfe leisten ist Muavia Kabahas Aufgabe. Er leistet sie ohne Ansehen der Person.
Frühlingsfest mit Wassermassen - Schwere Überflutungen in Haifa
Donnerstag, 16. Mai 2013
Das Frühlingsfest Shavuot ist am Mittwoch in ganz Israel buchstäblich ins Wasser gefallen. Heftige Regenschauer zwangen Tausende dazu, den Feiertag zu Hause anstatt in öffentlichen Parkanlagen zu begehen. Deshalb hatten viele Nationalparks für einen Feiertag ungewöhnlich niedrige Besucherzahlen zu verzeichnen. Im Jezreel-Tal mussten alle Feiertags-Veranstaltungen abgesagt werden. In Haifa kam es zu Überschwemmungen. Autos, Geschäfte und Wohnhäuser wurden von den Wassermassen beschädigt. Städtische Notfallhelfer versuchten, den Schaden gering zu halten und halfen den Bewohnern. Andere wiederum nutzten die Situation, um eine Runde mit dem Kajak durch die Stadt zu fahren.
Regierung einigt sich auf Sparkurs und Steuererhöhungen
Dienstag, 14. Mai 2013
Die israelische Regierung hat am frühen Dienstag morgen den heftig umstrittenen Staatshaushalt für 2013 und 2014 beschlossen. Finanzminister Yair Lapid (Foto) setzte sich mit seinen Sparvorschlägen weitgehend durch. Alle Ministerien müssen in diesem Jahr mit zwei und im kommenden Jahr mit drei Prozent weniger Geld auskommen. Ausgenommen sind nur das Sozial- und das Verteidigungsministerium. Dem Militär sollten ursprünglich pro Jahr vier Milliarden Schekel (rund 858 Millionen Euro) gestrichen werden. Wegen der angespannten Sicherheitslage wurden die Kürzungen von Ministerpräsident Netanjahu auf drei Milliarden Schekel (644 Millionen Euro) reduziert. Die Mehrwertsteuer wird vom kommenden Monat an um einen Prozentpunkt auf 18 Prozent angehoben. Die Einkommensteuer steigt 2014 um 1,5 Prozentpunkte. Finanzminister Lapid kündigte ein staatliches Wohnungsbauprogramm an, um den ständigen Mangel an bezahlbaren Unterkünften zu beseitigen
Massenproteste gegen Sparpläne des neuen Finanzministers
Montag, 13. Mai 2013
Mehr als 10.000 Israelis haben am Samstagabend gegen den Sparkurs des neuen Finanzministers Yair Lapid demonstriert. Zu Massenprotesten kam es in Tel Aviv (Foto), Jerusalem, Haifa, Modiin, Rishon Lezion und Ashdod. Lapid hatte zuvor eine ganze Reihe von unpopulären Maßnahmen angekündigt. Er will nicht nur bei den Sozialausgaben und Gehältern im öffentlichen Dienst sparen, sondern auch die Einkommen- und Mehrwertsteuer erhöhen. Die Demonstranten sind von diesen Vorhaben Lapids bitter enttäuscht. Nach den Sozialprotesten vor zwei Jahren hatten sie sich von der neuen Regierung erhofft, dass sie die Mittelschicht finanziell entlasten würde.
Ausgezeichnete israelische Weine in der Schweiz kosten
Freitag, 10. Mai 2013
Israels Weinbau hat im vergangenen Jahrzehnt einen erstaunlichen Aufschwung erlebt. Mehr als 200 Weinkellereien von unterschiedlicher Größe und Produktionsvolumen sind derzeit in Israel in Betrieb. Auch unser Rotwein „Jehuda“ aus dem Boutique-Weingut „Bar Giyora“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Beim Weinwettbewerb „La Séléction“ 2011 in Basel verpasste er mit 83 Punkten nur knapp die Goldmedaille (87). Weinliebhabern bietet sich in der kommenden Woche noch einmal die Gelegenheit, neben dem „Jehuda“ auch den edlen „Petit Verdot 2010“ bei der „LeChaim Weindegustation“ von Stefanie Regez zu kosten.
Präsident Peres beruhigt aufgebrachte Jordanier
Donnerstag, 9. Mai 2013
Israel Staatspräsident Shimon Peres hat eine „Friedensbotschaft“ nach Jordanien geschickt, um dort die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen. Das jordanische Parlament hatte seine Regierung aufgefordert, den israelischen Botschafter aus Amman auszuweisen und den eigenen Botschafter aus Israel abzuziehen. Grund der Aufregung: Israel hatte anlässlich des „Jerusalem-Tags“ am Mittwoch Juden erlaubt, den Tempelberg zu betreten, und den Zugang für Muslime zeitweise eingeschränkt. Das jordanische Parlament zeigte sich „geschockt und empört“ darüber, „dass extreme jüdische Siedler die Al Aksa-Moschee stürmen.“ Am Damaskus-Tor der Altstadt war es zu Auseinandersetzungen zwischen feiernden Israelis mit Nationalflaggen (Foto) und empörten Palästinensern gekommen, die sie mit Steinen bewarfen.
Nes Ammim: 50 Jahre Christendorf in Galiläa
Donnerstag, 9. Mai 2013
Das kleine, lebhafte, von europäischen Christen gegründete Dorf Nes Ammim in Galiläa feiert 50-jahriges Bestehen. Der Name nimmt Bezug auf Jesaja 11,12 und Gottes Verheißung, ein „Feldzeichen für die Nationen” zu errichten. Während die meisten Ausleger die Prophetie auf Israel selbst beziehen, wollen diese Christen ihr eigenes Banner hissen. „Nes Ammim wurde mit dem Ziel gegründet, ein neues Kapitel in den jüdisch-christlichen Beziehungen aufzuschlagen, nämlich Solidarität mit dem jungen Staat Israel zu zeigen”, sagt Geschäftsführer Pleus Blom, der eine Bankkarriere in den Niederlanden an den Nagel hängte, um sich dieser Aufgabe zu widmen.
Friedhof auf dem Ölberg in Jerusalem wird zur Müllkippe
Dienstag, 7. Mai 2013
Der älteste und größte jüdische Friedhof der Welt gleicht einer Müllkippe. Die berühmte Ruhestätte auf dem Ölberg in Jerusalem wird seit längerem von jugendlichen Vandalen und Kriminellen heimgesucht. Schon vor zwei Jahren hatte sich der israelische Rechnungshofpräsident Micha Lindenstrauss negativ über die Zustände auf dem Ölberg geäußert. „Die Sanierung des Friedhofs geht nur im Schneckentempo voran, die Sicherheitsmaßnahmen sind dort extrem schlecht und Vandalismus und kriminelle Zwischenfälle häufen sich.“, schilderte Lindenstrauss damals die Lage. Seitdem haben sich die Verhältnisse nur wenig verbessert.
Regierung protestiert bei Google gegen Anerkennung Palästinas
Montag, 6. Mai 2013
Die israelische Regierung ist sauer auf den Internet-Giganten Google. Der hatte entschieden, in seiner weltweit genutzten Suchmaschine die "Palästinensischen Autonomiegebiete" durch "Palästina" zu ersetzen. Googles Anerkennung des Palästinenserstaates veranlasste nun den stelltvertretenden Außenminister Ze'es Elkin (Foto), einen Protestbrief an Goggle-Chef Larry Page zu schreiben. Darin unterstreicht er, dass Googles Schritt Israelis und Palästinenser nicht zurück an den Verhndlungstisch bringe, sondern das Gegenteil bewirke: Er bestätige die palästinensische Position, dass Palästina auch anerkannt werde, ohne dass es Verhandlungen mit Israel gebe.
Militär-Integrationsprogramm für Ultraorthodoxe ein Erfolg
Freitag, 3. Mai 2013
„Ultra-orthodoxe Juden in die israelische Gesellschaft zu integrieren ist keine Fantasie mehr, sondern ein nationales Ziel.“ Dafür setzt sich Israels neuer Wirtschafts-und Handelsminister Naftali Bennett ein. Der weitaus größte Teil der Ultraorthodoxen leistet keinen Wehrdienst. Es ist ein erklärtes Ziel der neuen Regierung, dies zu ändern. Dazu dienen besondere Programme, die ultraorthodoxe Juden besser auf das Leben nach dem Wehrdienst vorbereiten. Denn viele von ihnen haben zwar hervorragende Thora-Kenntnisse, doch ihre Allgemeinbildung kam zu kurz.
Kinderärzte in Haifa trennen siamesische Zwillinge
Donnerstag, 2. Mai 2013
Chirurgen des Rambam-Krankenhauses in Haifa haben in einem hochkomplizierten Eingriff einen siamesischen Zwilling von seinem toten Bruder getrennt. Die Ärzte kämpften am Donnerstag weiter um das Leben des Babys, teilte die Klinik mit. Die Körper der Geschwister waren zu einem frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft in großen Teilen verwachsen. Solche Missbildungen sind extrem selten. Eines der Kinder lebte schon vor dem Eingriff nicht mehr.