Wir, das Volk Israel, können nicht vergessen

Donnerstag, 2. Mai 2019 |  David Lazarus

Wir erinnern uns mit Stolz an die Opfer, die unser Volk gebracht hat, nur um jüdisch zu sein. Das Erinnern bewirkt ein tiefes Mitgefühl für unser Volk und löst eine Leidenschaft für unser jüdisches Erbe und unsere Hoffnung im Land Israel aus.

Die Last, die unsere 18-Jährigen, die täglich unsere Grenzen und Busse absichern, tragen müssen, kommt uns auf ihren jungen Schultern wie eine Brutalität vor. Aber wir sind stolz auf unsere Kinder, die kaum erfahren haben, was Leben ist, bevor man sie zwingt, ein Maschinengewehr zu tragen und schwere Entscheidungen treffen zu müssen, die unser Leben retten oder es auslöschen können.

Unsere Kinder wissen, warum wir dem Antisemitismus und der Bedeutung Israels als Heimatland für das jüdische Volk so viel Wert beimessen. Sie schätzen uns, ihre Eltern und Großeltern, die so hart für dieses Land gekämpft haben, und auch sie möchten in unserer Armee dienen. Gemeinsam versuchen wir, durch die Todesschatten hindurch in Richtung Mitgefühl und Hatikwa, unsere Hoffnung, zu gehen.

Wenn sich Experten auf der ganzen Welt, die sich hinter ihren Bildschirmen in Sicherheit wähnen, fragen, warum wir alle uns zur Verfügung stehenden Mittel für unsere Verteidigung einsetzen, stellen wir uns dann jedes Mal in Frage? Ja. Wir streiten, schreien, zweifeln und sind verwundert. Aber am Ende bleiben wir zusammen, weil wir uns daran erinnern, wie viel wir bereits überlebt haben, und obwohl Familien manchmal streiten, lieben und vertrauen wir uns auch.

Wenn uns die Leute fragen, warum wir uns regelmäßig an das Undenkbare erinnern müssen, fällt uns ein, dass die Gründer Israels aus Ländern der Zaren und Diktatoren und Tyrannen stammten und es ihnen dennoch gelang, eine jüdische Heimat mit einer offenen und demokratischen Gesellschaft zu schaffen, die zu einem Leuchtturm der Hoffnung für die Zukunft unseres Volkes geworden ist. Wir vergessen die Wurzeln Israels nicht. Die Bereitschaft unserer Kinder, an den schmerzlichen Erinnerungen unseres Volkes teilzuhaben, gibt mir Trost.

Denn es gibt dunkle Seiten in der menschlichen Seele, das dürfen wir niemals vergessen. Denken wir aber auch daran, dass wir die dunkelsten Stunden der Menschheitsgeschichte überstanden haben und unser Volk dennoch nicht zerstört wurde. „L'chaim“ sagen wir zum Leben, zum Volk Israel und zu unserem Gott, der unsere Hoffnung und unsere Stärke ist.

Bild: Gedenken an den Holocaust, Jad Vashem (Foto: Hadas Parush/Flash90)

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