Palästinensische Autonomiebehörde verweigert ihren Bürgern Behandlung in Israel

Montag, 29. April 2019 |  Dov Eilon

In der letzten Zeit gab es in den sozialen Netzwerken Meldungen anti-israelischer Gruppen, in denen Israel beschuldigt wird, krebskranken Bewohnern aus den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde und dem Gazastreifen die Behandlung in Israel zu verweigern.

Heute veröffentlichte das Nachrichtenportal Ynet einen Bericht, der den wahren Grund für die Tatsache erklärt, dass in letzter Zeit deutlich weniger Patienten aus den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde und dem Gazastreifen in Israel behandelt wurden, was lebensgefährliche Folgen für diese Patienten haben kann.

Wie wir berichteten, hat Israel damit begonnen, einen Teil der Steuergelder der Palästinensischen Autonomiebehörde einzubehalten, als Maßnahme gegen die palästinensischen Gehaltszahlungen an arabische Terroristen und deren Familien. Als Antwort und vielleicht sogar als Druckmittel hat die Palästinensische Autonomiebehörde nun aufgehört, Krebspatienten zur Behandlung nach Israel zu senden. Grund dafür seinen die durch die israelische Maßnahme entstandenen finanziellen Probleme der Palästinensischen Autonomiebehörde. Andererseits erklärte sie aber vor einiger Zeit, dass die Zahlungen an Terroristen und deren Familien nicht eingestellt würden. Finanzielle Probleme?

Um die 3500 Patienten der Palästinensischen Autonomiebehörde und mehrere Dutzend aus dem Gazastreifen wurden bisher pro Jahr in Israel behandelt. Viele der nötigen Behandlungen sind nur im Osten Jerusalems oder in israelischen Krankenhäusern möglich. Jeder Bewohner aus den Gebieten der palästinensischen Autonomiebehörde und aus dem Gazastreifen hat das Recht, eine medizinische Behandlung in Israel zu beantragen, wenn er über einen Termin bei einer israelischen medizinische Einrichtung und der Zahlungsverpflichtung seitens der Palästinensischen Autonomiebehörde verfügt. In den letzten Wochen hat die Autonomiebehörde aufgehört, diese Unterlagen auszustellen, was eine Behandlung der Krebskranken in israelischen Einrichtungen verhindert.

Die Nichtregierungsorganisation „Ärzte für Menschenrechte“ (Physicians for Human Rights) kritisierte nun beide Seiten und sagte, dass es nicht sein könne, dass Patienten zu Opfern des Streits zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde würden. Israel solle die Einbehaltung eines Teils der Steuergelder einstellen und die Palästinensische Autonomiebehörde habe die Patienten außerhalb des Konflikts zu lassen.

Seitens Israel wurde erklärt, dass die Patienten offiziell in Jordanien oder Ägypten behandelt werden sollten. Doch dazu ist es bis jetzt nicht gekommen.

Letzten Berichten zufolge werden acht Prozent des Jahresbudgets der Palästinensischen Autonomiebehörde für die Gehaltszahlungen an die Terroristen und deren Familienangehörigen verwendet.

Archivbild: Behandlung in einem Krankenhaus in Rafah im südlichen Gazastreifen (Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90)

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