Von Hamas-Raketen in Sderot zur antisemitischen Schießerei in Kalifornien

Montag, 29. April 2019 |  Israel Heute Redaktion

Nachdem die Familie Dahan jahrelang unter dem Raketenbeschuss der Hamas gelitten hatte, emigrierte sie nach Amerika, nur um dort beinahe ihre Tochter durch einen rasenden antisemitischen Todesschützen zu verlieren.

Die kalifornische Synagoge, die am Samstag von einem 19-jährigen weißen Rassisten erschossen wurde, hatte eine große Anzahl israelischer Gemeindemitglieder.

Eine amerikanisch-jüdische Frau wurde auf tragische Weise ermordet und der örtliche Rabbiner sowie zwei israelische Gemeindemitglieder wurden verletzt. Unter ihnen befand sich auch die achtjährige Noya Dahan, deren Gesicht und Bein von Granatsplittern getroffen wurden.

Die Familie des Mädchens hatte ursprünglich in Sderot gelebt, wo sie regelmäßig durch Hamas-Raketen aus dem nahen Gazastreifen beschossen wurde. Noyas Vater, Israel Dahan, sagte dem israelischen Radio, dass sein Haus in Sderot mehrfach getroffen wurde und er selbst bei einem Terror-Raketenangriff verletzt worden war. Diese Situation hatte die Familie veranlasst, Israel vor einigen Jahren zu verlassen und nach Kalifornien zu ziehen.

Aber am Samstag erkannte die Familie, dass sie „vom Regen in die Traufe“ gekommen war, sagte Dahan im israelischen Radio, „Es kann überall passieren“.

Ebenfalls verwundet wurde Noyas Onkel Almog Peretz; auch er hatte Sderot verlassen, um in Kalifornien in vermeintlicher Sicherheit zu sein.

In einem Interview mit den israelischen „Channel 12 News“ beschrieb Peretz die Situation so: „Eine Person mit einem großen Gewehr, etwa wie eine M16, betrat die Synagoge und begann wild um sich zu schießen. Zuerst dachten wir, die Decke sei über uns zusammengebrochen. Ich sah neben mir viele kleine Kinder. Ich nahm ein kleines Mädchen, das unsere Nachbarin ist, auf den Arm, und als ich mich umdrehte, sah ich, dass der Terrorist mit seiner Waffe auf mich zielte. Ich rannte mit dem Mädchen auf dem Arm und drei meiner Nichten an der Hand los, öffnete die Hintertür, lief mit allen Kindern zu einem Gebäude im Hinterhof und versteckte sie dort. Ich erlitt eine Schussverletzung am Bein.“

Sowohl Noya als auch ihr Onkel Almog sind außer Lebensgefahr.

Foto: EPA-EFE/David Maung

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