BDS-Gründer wurde Einreise in die USA verweigert

Montag, 15. April 2019 |  David Lazarus

Dem Gründer der Kampagne „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“ (BDS) gegen Israel, Omar Barghouti, wurde die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert.

Barghouti, der ein gültiges US-Visum besitzt, wurde von Beamten des internationalen Flughafens Ben Gurion nahe Tel Aviv festgehalten, als er gerade an Bord eines Flugzeuges nach Washington DC gehen wollte, um an zahlreichen, vom Arabisch Amerikanischen Institut organisierten Veranstaltungen teilzunehmen. Einem Bericht des israelischen Nationalen Öffentlichen Radiosenders zufolge hatten Beamte der Einwanderungsbehörde des Tel Aviver US-Konsulats verlangt, dass Barghouti daran gehindert wird, in die Vereinigten Staaten einzureisen.

Der BDS-Aktivist hatte vor, bei einer Reihe von arabischen und palästinensischen Veranstaltungen in Washington, sowie an Universitäten in Harvard und New York zu sprechen, und sich mit politischen Entscheidungsträgern in Washington zu treffen. Er plante auch einen Auftritt in der in Philadelphia ansässigen Buchhandlung von Marc Lamont Hill, einem ehemaligen CNN-Kommentator, der wegen der Verteidigung des palästinensischen Terrors, Aufrufen zur Gewalt zu politischen Zwecken und der Forderung eines "freien Palästinas vom Fluss bis zum Meer" - was die Zerstörung des Staates Israel bedeutet -, entlassen wurde.

“Dieses US-amerikanische Einreiseverbot gegen mich, das ideologisch und politisch motiviert ist, ist Teil der eskalierenden Unterdrückung Israels gegen palästinensische, israelische und internationale Menschenrechtsverteidiger in der BDS-Bewegung “, sagte Barghouti in einer Erklärung. Er forderte ein Ende dessen, was er als "Komplizenschaft der USA an Israels Verbrechen gegen unser Volk" bezeichnet.

Der BDS-Kreuzzug gegen Israel ist kürzlich in den Vereinigten Staaten unter Beschuss geraten. Bisher haben 27 Staaten Gesetze verabschiedet, die jenen Unternehmen oder Einzelpersonen Strafen auferlegen, die den BDS unterstützen oder einen Boykott gegen Israel betreiben, und weitere haben das Gleiche vor.

Israel unternimmt ebenfalls Maßnahmen, um die Aufnahme der BDS-Aktivisten zu kürzen, indem die Einreise von BDS-Anhängern in das Land eingeschränkt wird. Israel veröffentlichte im Januar diesen Jahres eine Liste von 20 in den USA ansässigen Organisationen, die BDS unterstützen, und verbot deren führenden Köpfen die Einreise nach Israel.

BDS ist eine weltweite Kampagne, die einen internationalen Boykott gegen Israel fördert, bis alle Juden die biblischen Kerngebiete von Judäa und Samaria verlassen haben. Damit wollen sie es den palästinensischen "Flüchtlingen" ermöglichen, nach Tel Aviv, Haifa und anderen Teilen Israels zurückzukehren, aus denen sie flüchteten, als fünf arabische Nationen nach der Gründung des Staates im Jahre 1948 Israel angriffen. Anhänger der BDS vergleichen ihren Kreuzzug mit der Anti-Apartheid-Bewegung von Südafrika und definieren Israel konsequent als Apartheid-Nation.

Archivbild: BDS Demonstration gegen Israel in Melbourne (Creative Commons)

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