Trump gratuliert Netanjahu zum Wahlsieg

Montag, 15. April 2019 |  David Lazarus

Netanjahu berichtete, dass Trump ihn aus dem Flugzeug des Präsidenten angerufen hatte. „Trump gratulierte mir und dem israelischen Volk herzlich", twitterte Netanjahu. „Ich dankte Präsident Trump für seine enorme Unterstützung für Israel, einschließlich der Anerkennung von Jerusalem und des Golan", sagte er. Auch dankte er Trump dafür, dass er die Islamische Revolutionsgarde des Iran in die Liste der Terror-Organisationen aufgenommen hatte und betonte noch einmal für die enorme Untersützung Israels durch den US-Präsidenten.

In einem späteren Twitter-Austausch zwischen den beiden Verbündeten gratulierte Trump Netanjahu zu „einem großen und hart umkämpften Sieg" „Die Vereinigten Staaten stehen ihm (Netanjahu) und dem Volk Israel zur Seite!", sagte er.

Gegenüber Reportern sagte Trump im Weißen Haus, dass die Wahl von Netanjahu die Friedenschancen zwischen Israel und den Palästinensern verbessert habe. „Jeder sagt, dass man im Nahen Osten keinen Frieden haben kann, mit Israel und den Palästinensern. Ich denke, wir haben die Gelegenheit dazu. Ich glaube, wir haben jetzt bessere Chancen, nachdem Bibi gewonnen hat “, sagte er.

Nachdem sich die Trump-Regierung von der gesamten früheren Politik der USA und der internationalen Gemeinschaft in der Region abgewendet hat ist sie sehr bemüht, Israel beispiellos zu unterstützen. Trump hat Jerusalem im Jahr 2017 als Hauptstadt Israels anerkannt und die US-Botschaft im vergangenen Mai nach Jerusalem verlegt. Im vergangenen Monat erklärte er, dass die Golanhöhen, die 1967 von Syrien eroberte Bergregion, zu Israel gehören.

Kürzlich drückte die Trump-Regierung ihre Bereitschaft aus, Netanjahus Erklärung zu unterstützen, wonach er, sollte er die Wahlen gewinnen, die israelischen Siedlungen in Judäa und Samaria annektieren wird. Die Palästinenser forderten einen Staat, der alle Gebiete umfasst, die von Israel im Sechstagekrieg von 1967 erobert wurden, einschließlich der biblischen Kerngebiete in Judäa und Samaria, Ost-Jerusalem und dem Tempelberg sowie dem Gazastreifen.

In der gegenwärtigen politischen Atmosphäre fordern die „Palästinenser“, dass Israel seine biblischen Heimatländer als etwas Fremdes erscheinen lässt, fast ein Scherz. In jüngsten Berichten heißt es sogar, dass der sogenannte „Jahrhundert-Deal" der Trump-Regierung keinen Weg zu einem palästinensischen Staat beinhalten wird, geschweige denn die Übergabe von Gebieten, in denen Juden Siedlungen und sogar Städte in dem ihnen versprochenen biblischen Ländern gebaut haben.

Die Freundschaft zwischen Netanjahu und Trump dient beiden Politiker ihren politischen Ziele. Trump scheint in seinem Lob von Bibi und der Unterstützung Israels nicht genug zu bekommen. In einem Appell an die Wähler während seiner Wiederwahlkampagne zeigte Netanjahus Kampagne im ganzen Land riesige Reklametafeln der beiden Führer, wie sie sich die Hände schütteln und lächeln.

Bild: Riesige Wahlplakate mit Netanjahu und Trump (Foto:Yonatan Sindel/Flash90)

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