Airbnb: Wir sind gegen die BDS-Bewegung

Mittwoch, 10. April 2019 |  David Lazarus

Airbnb gab bekannt, dass sie alle gerichtlichen Klagen, die von einer Gruppe jüdischer Hausbesitzer in Judäa und Samaria eingereicht wurden, beigelegt habe. In den Anklagen hatten sich die Hausbesitzer über die Entscheidung des Portals beschwert, ihre Häuser nicht auf der Internetseite für Ferienunterkünfte zu veröffentlichen.

Die Kläger, sechs jüdische Familien, die Immobilien in der Region besitzen, behaupteten, Airbnb diskriminiere sie, weil sie jüdisch seien, da Ferienwohnungen von Muslimen und Christen in Judäa und Samaria weiterhin veröffentlicht wurden . „Die im letzten November von Airbnb angekündigte Politik war eine Diskriminierung jüdischer Nutzer des Internetportals", sagte ihr Anwalt in einer Erklärung. „Unabhängig von der politischen Einstellung sollte die Diskriminierung aufgrund der Religionszugehörigkeit niemals die Lösung sein", fügte er hinzu.

Im November 2018 beschloss Airbnb, etwa 200 jüdische Mietangebote in Judäa und Samaria zu streichen, mit der Begründung, dass die Siedlungen „im Zentrum des Streits zwischen Israelis und Palästinensern“ stünden. Die BDS Bewegung wertete diese Entscheidung als einen Sieg. Airbnb bestand jedoch darauf, dass sie gegen die BDS-Bewegung seien.

„Airbnb hat niemals Israel, israelische Unternehmen oder die mehr als 20.000 israelischen Gastgeber, die auf der Airbnb-Plattform aktiv sind, boykottiert“, heißt es in der Erklärung. Airbnb erklärte nicht, warum im Jahr 2018 entschieden wurde, die Registrierung jüdischer Häuser zu verweigern.

Dem gerichtlichen Beschuss infolge der Klage der jüdischen Hauseigentümer darf Airbnb keine Auflistungen jüdischer Häuser in Judäa und Samaria von ihrer Website entfernen. „Wir verstehen die Komplexität des Problems, das in unserer vorherigen Bekanntgabe angesprochen wurde, und wir werden weiterhin Eintragungen im gesamten Westjordanland zulassen", hieß es in der Erklärung.

Als Antwort auf den Beschluss sagte Airbnb, dass sie Gewinne aus Vermietungen in Judäa und Samaria für „Organisationen zur Verfügung stellen werde, die sich für humanitären Hilfe für Menschen in verschiedenen Teilen der Welt einsetzen“ Dabei wurde nicht erklärt, ob es sich nur um die Gewinne aus Vermietungen jüdischer Häuser handele oder auch Zimmer und Häuser muslimischer oder christlicher Eigentümer beinhalte.

Airbnb erklärze weiter, dass ihre frühere Entscheidung, jüdische Häuser auszuschließen, von einigen Mitgliedern der Airbnb-Gemeinschaft sowie von anderen Einzelpersonen und Gruppen, die Israel unterstützten, auf heftige Einwände gestoßen sei. Einige hätten sogar versucht, Airbnb mit der Boykott-, Devestitions- und Sanktionsbewegung (BDS) in Verbindung zu bringen. Airbnb habe nie die Absicht gehabt, sich BDS-Bewegung anzuschließen oder das Unternehmen anderweitig nachteilig für irgendeinen Teil (wie dem jüdischen) seiner Gemeinschaft zu positionieren.

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