Netanjahu trifft US-Präsident Trump im Weißen Haus

Donnerstag, 21. März 2019 |  David Lazarus

Premierminister Benjamin Netanjahu wird sich am kommenden Montag (25. März) im Weißen Haus mit US-Präsident Donald Trump treffen.

Die Pläne für die Reise wurden während des Treffens von Netanjahu mit US-Außenminister Mike Pompeo am Mittwoch in Jerusalem kurz vor Beginn des Purim-Festes bekannt gegeben.

Bei dem Treffen sprachen die beiden Staatsmänner über den Aufbau von Hisbollah-Terrornetzwerken entlang der israelischen Nordgrenze zu Syrien auf den Golanhöhen. Netanjahu hat die USA und die internationale Gemeinschaft dazu gedrängt, die Golanhöhen als Teil des Staates Israel offiziell anzuerkennen. “Sie können sich vorstellen, was passiert wäre, wenn Israel nicht auf dem Golan wäre", sagte Netanjahu dem US-Außenminister. „Wir hätten den Iran am Ufer des Sees Genezareth. Es ist an der Zeit, dass die USA und die internationale Gemeinschaft erkennen, dass Israel auf dem Golan bleibt und dass der Golan immer ein Teil des Staates Israel bleiben wird “, sagte der Premierminister.

Ohne sich direkt mit der Golan-Frage zu befassen, bekräftigte Pompeo die Unterstützung der USA für Israel: "Mit den Drohungen der Vernichtung, die der Iran gegen Israel macht, bekennen wir uns zur Sicherheit Israels und zu seinem Recht auf Selbstverteidigung", bekräftigte Pompeo. "Im Hintergrund der Raketenbedrohungen aus Gaza und Bedrohungen aus dem Norden sind wir stolz, an seiner Seite zu stehen."

Pompeo erklärte, dass die im vergangenen Monat bei einem Treffen in Polen begonnenen Bemühungen um ein regionales Bündnis gegen den Iran einer der Hauptgtründe seines Besuchs in der Region sei. "Mehr als 60 Länder haben sich in Warschau getroffen und es war eine historische Konferenz", sagte Pompeo. "Die arabischen Führer und Israel diskutierten über den Terrorismus und wie man die Zerstörungskampagne des Iran in der Region aufhalten könnte."

In Anerkennung für Pompeo wies Netanjahu darauf hin, dass diese Partnerschaft unter Präsident Trump zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und die Verlegung der US-Botschaft geführt habe. “US-Botschafter David Friedman muss nicht durch die Staus von Tel Aviv fahren, die wir sowieso zu lösen versuchen “, witzelte der Premierminister.

Am Mittwoch traf sich Netanjahu zusammen mit Pompeo in Jerusalem mit dem zypriotischen Präsidenten Nicos Anastasiades und dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras. Der Premierminister erwähnte, dass dies das sechste Treffen sei und das diese Treffen zu einer der besten regionalen Zusammenarbeit der Welt geworden sei. “Wir arbeiten in allen Bereichen zusammen, von der Feuerbekämpfung bis hin zur Energie”. sagte Netanjahu.

Die drei Länder planen die Errichtung einer Gaspipeline unter dem Mittelmeer, die East-Med-Pipeline von Israel über Zypern und Griechenland nach Europa. "Dies wird der Wirtschaft zugute kommen, unseren Bürgern Stabilität und Wohlstand bieten und die Energiequellen in Europa umstellen", sagte Netanjahu. Der Premierminister würdigte die Bedeutung der Teilnahme des US-Außenministers am Gipfel an und sagte: "Es zeigt, dass die USA diese regionalen Bemühungen unterstützen."

Die Treffen in Jerusalem mit dem US-Außenminister und das Treffen in der nächsten Woche in Washington finden nur wenige Wochen vor den Wahlen zur Knesset am 9. April statt. Das Weiße Haus und der US-Außenminister bestreiten, dass die Besuche den Wahlkampf von Netanjahu unterstützen sollen.

Bild: Premierminister Benjamin Netanjahu bei einer Pressekonferenz zusammen mit US-Außenminister Michael Pompeo (L), dem Präsidenten von Zypern Nicos Anastasiades (2-L) und dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras (R) im David's CItadel Hotel in Jerusalem am 20. März 2019. (Foto:Noam Revkin Fenton/Flash90)

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