Zur Erinnerung an Shir - Lebensmittelkorb für Bedürftige an Purim

Montag, 25. Februar 2019 |  NAI Redaktion

Zwei Wochen vor Ende ihres Offizierskurses war Shir tot. Die junge, hübsche Soldatin aus Maale Adumim wurde nur 22 Jahre alt. Aus dem Leben gerissen bei einem blutigen Terroranschlag am 8. Januar 2017 auf der berühmten Haas Promenade im Süden Jerusalems. Israels Premierminister, Verteidigungsminister, Generalstabschef und der Staatspräsident kamen persönlich, um der Familie ihr Beileid zu bekunden.

Shir war in einem liebevollen Zuhause groß geworden, das oft mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Ihr war bewusst, dass nicht nur sie finanzielle Unterstützung brauchte, sondern andere ebenso zu kämpfen hatten. In ihrer Freizeit widmete sie sich Schülern aus 5-6 verschiedenen Schulen in Maale Adumim, die Lernschwierigkeiten hatten. Viele dieser Schüler verdanken ihr heute ein erfolgreiches Abitur.

Doch nicht nur jungen Menschen half sie. Ein Jahr lang begleitete Shir freiwillig eine Holocaustüberlebende. Jeden Donnerstag kam sie zu Besuch, erledigte den Einkauf, unterhielt sich mit ihr und half, wo immer sie konnte. Nach dem Terroranschlag brachte es die Familie der Holocaustüberlebenden nicht übers Herz, ihr von dem Tod der jungen Soldatin zu berichten.

In ihrer Trauer suchten Shirs Eltern nach einem Weg, ihrer zu gedenken, und gründeten eine Organisation unter ihrem Namen. Diese Organisation soll das Gute weitertragen, was Shir begonnen hat. Zwei Ziele sind dabei die Verteilung von Lebensmittelkörben für Familien mit niedrigem Einkommen sowie die Organisation von Unterrichtsstunden, bei denen freiwillige Schüler beim Lernen helfen.

Die Verteilung der Lebensmittel an bedürftige Familien gestaltet sich so: Alle zwei Woche werden Lebensmittelkörbe verteilt, die von Eltern und Schülern aus Maale Adumim gespendet wurden. Dabei ist jeweils alle zwei Wochen eine andere Klasse an der Reihe, um die Lebensmittel zu sammeln, einzupacken und zu verteilen. Die Anzahl der Körbe lag zu Beginn des Projektes bei 26 und beläuft sich mittlerweile bei 150. Zusätzlich werden zu Purim traditionelle Präsentkörbe mit Süßigkeiten verteilt, die auf Hebräisch Mischloach Manot heißen.

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