Israelische Raumsonde auf dem Weg zum Mond

Freitag, 22. Februar 2019 |  Dov Eilon

In Israel wurde heute Nacht Geschichte geschrieben, als um 3:45 Ortszeit die israelische Raumsonde „ Bereshit “ von Cape Canaveral in Florida aus in den Weltraum in Richtung Mond gestartet wurde. Bis die israelische Raumsonde am 11. April ihr Ziel erreichen und auf dem Mond landen wird, wird sie eine Strecke von 6 Millionen Kilometer zurücklegen, obwohl der Mond nur etwa 356.000 bis 406.000 Kilometer von der Erde entfernt ist. Bereshit nutzt die Schwerkraft der Erde aus, um eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen, was eine große Menge an Treibstoff einspart. Daher wird sie die Erde zunächst umkreisen, bis die gewünschte Geschwindigkeit erreicht sein wird. Damit handelt es sich um die längste Strecke, die jemals auf dem Weg zum Mond zurückgelegt wurde.

Wenn alles nach Plan verläuft, soll die Raumsonde am 4. April von der Schwerkraft des Mondes gefasst werden. Eine Woche danach, am 11. April wird die „Bereshit“ Raumsonde dann auf dem Mond landen und Israel zum vierten Land auf der Welt machen, die einen Flugkörper auf dem Mond gelandet haben.

Das Kontrollzentrum der israelischen Mission zum Mond von SpaceIL befindet sich Jehud, wo sich in der Macht hunderte von Menschen, darunter auch viele Kinder, eingefunden hatten, um bei diesem historischen Ereignis anwesend zu sein. Unter den Anwesenden war auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zusammen mit seiner Frau Sara. Vor dem Start sagte er: „An diesem Abend möchte ich zunächst die Erinnerungen an Ilan, Rona und Assaf Ramon ehren. Hie passiert etwas Wunderbares. Es ist ein großer Schritt für Israel, aber ein riesiger Schritt für die israelische Technologie. Vor einigen Stunden sagte ich, dass Israel eine aufstrebende Weltmacht ist, auf dem Weg zum Mond. Dies ist eine großartige Leistung und zeigt, wozu wir in der Lage sind, dank der Menschen hier und denen, die hinter mir sind (im Kontrollraum), darunter Wissenschaftler, Ingenieure, Physiker, Mathematiker, Manager und Spender.“

„Ich bat darum, einen Tanach, eine israelische Fahne mit der Aufschrift „Am Israel Chai“ (das Volk Israel lebt) zum Mond zu bringen. Mir wurde ein OK gegeben. Dass so etwas möglich ist, davon konnte man bisher nur träumen. Wir sind ein kleines Land, reich an Initiativen und gross in den Errungenschaften. Es gibt vier Länder, die Raumsonden zum Mond gebracht haben. Eines davon ist 800 Mal grösser als wir, ein anderes 500 Mal und ein anderes etwas weniger als das. Wir sind ein kleines riesiges Land und das hier ist nur der Anfang.“

Foto: Kobi Gideon (GPO)

Netanjahu lobte die Verantwortlichen für ihre Leistung und schaute in die Zukunft: „Ich hoffe, dass Sie bereits die Raumsonde zum Mars planen. bemannt oder unbemannt ist weniger wichtig. Aber dies zeigt nur, wer unsere Leute sind, was sie sind, mit tiefen Wurzeln in unserem Erbe, mit dem Bestreben, immer mehr zu erreichen. Sie sehen das in jedem Bereich. Sie sehen, wie wir Durchbrüche erzielen. Ich möchte Ihnen nur sagen: Gut gemacht. Wir beten für den Erfolg, aber schon das Stattfinden dieses Experiments ist ein großer Erfolg.“

Dann sah sich Netanjahu zusammen mit den Anwesenden den Start der Raumsonde „Bereshit“ an, die unter viel Jubel und Applaus von einer Rakete in das All gebracht wurde auf ihrem langen Weg zum Mond.

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