Aktuelles zur Verhinderung der Judenmissionierung

Dienstag, 19. Februar 2019 |  David Lazarus

Anbei bringen wir einen kurzen Überblick über die jüngsten Versuche, zu verhindern, dass das Evangelium Jeschuas (Jesus), des Messias, dem jüdischen Volk in Israel verkündet wird.

Die Stadt Tel Aviv berichtet, dass man die Unterwanderung durch messianisch-jüdische Literatur in den kostenlosen städtischen "Straßenbibliotheken" unterbinden wird. Heimlicher Drahtzieher dieser Aktion ist die Organisation Or LeAchim, die nicht will, dass hebräisch-sprachige, messianische Bücher in den Open-Air-Buchständen angeboten werden; sie versuchen damit zu verhindern, dass Juden ihren jüdischen Glauben verlassen. Messianische Juden jedoch haben „ihre“ Literatur in den öffentlichen Bibliotheken der Stadt ausgelegt, damit sie von möglichst vielen Juden gelesen wird.

Berichten zufolge richtete die Organisation Or LeAchim eine formelle Beschwerde an Tel Avivs Bürgermeister Ron Huldai, in der sie davor warnte, dass man den städtischen Bücherdienst zur Missionierung verwendet, was letztendlich zu Konvertierungen führt. Die Stadtverwaltung von Tel Aviv antwortete: „Das Bibliotheksmanagement wies Arbeiter an, Flugblätter mit „Veröffentlichungen von Sekten bzw. Kulten“ aus den Regalen zu entfernen." Organisationen, die die Verkündigung des Evangeliums an Juden aktiv verhindern, bezeichnen die messianischen Juden gerne als „Kult“ bzw. Sekte. in der Tat sind in den letzten Jahren einige gefährliche Kulte in Israel aufgetaucht, aber indem man dem messianischen Judentum den Stempel „Kult“ aufdrückt, werden nur öffentliche Ängste geweckt, die wiederum anti-messianische Kreuzzüge zur Folge haben können.

In ihren Nachrichten berichtete die jüdisch-orthodoxe Zeitung Hamodia über einen jüdischen Mann, der in den "messianisch-jüdischen Kult" geraten war. Im Bericht wird behauptet, dass dieser Mann jahrelang Mitglied einer messianisch-jüdischen Gemeinde war, aber als er sich während dieser Zeit dem Judentum annähern wollte, durch seinen Glauben an Jesus in tiefe Verwirrung gestürzt wurde. Jad LeAchim, eine andere anti-messianische Organisation, behauptete, ihn letztendlich davon überzeugt zu haben, dass er sich einem Kult angeschlossen habe. Als Ergebnis dieser Bemühungen entschied sich der Mann angeblich dann, sich einer Jerschiwa (Thoraschule) anzuschließen. Dort möchte er nun das orthodoxe Judentum studieren, damit er so die Zeit seiner Verblendung als messianischer Jude wiedergutmachen kann.

Jad LeAchim gibt ein hebräisch-sprachiges Magazin mit dem Namen Mechapsim (Die Suchenden) heraus. Die Zeitschrift wird regelmäßig an Hunderte von messianischen Juden in ganz Israel gesendet, die "in die Falle" der messianisch-jüdischen Gemeinden geraten sind. Jede Ausgabe enthält Geschichten über messianische Juden, die den Glauben verlassen haben, und man versucht darin, angebliche Unstimmigkeiten und Fehlinterpretationen der messianisch-jüdischen Lehren mit den hebräischen Schriften aufzudecken.

Messianische Juden reagierten auf diese anti-messianische Schrift mit der Herausgabe eines eigenen hebräischen Magazins namens Motzim (Die Findenden). Motzim liefert biblische Beweise entgegen der Behauptung Jad LeAchims, Jesus sei nicht der Messias und das Neue Testament sei voller historischer und theologischer Fehler.

Jad LeAchim behauptet auch, viele der für Motzim schreibenden messianischen Schriftsteller seien antisemitische Provokateure, „korrupte und dreiste Lügner“. Die anti-messianische Gruppe ist fest davon überzeugt, dass ihre Zeitschrift Mechapsim jüdische Gläubige dazu bringt, ihren Glauben an Jesus abzulegen, und dass einige gar durch sie dazu beeinflusst wurden, sich dem orthodoxen Judentum zuzuwenden.

Bild: Ultraorthodoxe Juden protestieren energisch gegen das von ihnen als "Kult" bezeichnete messianische Judentum (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.

Aktuelle Ausgabe

FERIENWOHNUNG IM HERZEN VON JERUSALEM

Informationen unter:

E-Mail: info@israelheute.com

TEL.: 00972-2-6226880